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Die Corona-Krise hat in Hessen zu einem großen Zuspruch für die Regierungspartei CDU geführt. Wenn am kommenden Sonntag Landtagswahl wäre, würde die CDU mit 36 Prozent so gut abschneiden wie seit Jahren nicht mehr. Das hat der Hessentrend ergeben, den der Hessische Rundfunk (hr) bei infratest dimap in Auftrag gegeben hat.

Im Vergleich zur Landtagswahl 2018 sind das elf Prozentpunkte mehr und im Vergleich zum Hessentrend vom Februar dieses Jahres zehn Prozentpunkte mehr. Der Koalitionspartner Bündnis 90/Grüne konnte dagegen nicht vom Krisenmanagement profitieren: Aktuell liegen die Grünen in der Umfrage bei 20 Prozent und haben somit gegenüber der erst vor drei Monaten erfolgten Umfrage fünf Prozentpunkte verloren (Landtagswahl 19,8 Prozent / Hessentrend im Februar 25 Prozent).

Die SPD käme auf 18 Prozent (Landtagswahl 19,8 Prozent / Hessentrend im Februar 16 Prozent), die AfD auf 10 Prozent (Landtagswahl 13,1 Prozent / Hessentrend im Februar 12 Prozent) und die FDP auf 7 Prozent (Landtagswahl 7,5 Prozent / Hessentrend im Februar 7 Prozent). Die Linke wäre mit 4 Prozent (Landtagswahl 6,3 Prozent / Hessentrend im Februar 8 Prozent) nicht mehr im Landtag vertreten.

Auch bei der Beurteilung der führenden Politiker hat sich während der Corona-Krise eine Veränderung ergeben: Mit der Arbeit von Ministerpräsident Bouffier sind 69 Prozent der befragten Menschen in Hessen zufrieden (plus 5 Prozentpunkte im Vergleich zum Hessentrend im Februar). Die Zufriedenheit mit der Arbeit von Tarek Al-Wazir nahm dagegen auf 50 Prozent ab (minus 10 Prozentpunkte).

Insgesamt scheinen die Hessinnen und Hessen mit der Bewältigung der Corona-Krise im Land weitgehend zufrieden: 50 Prozent der Befragten finden, dass die beschlossenen Lockerungen gerade richtig sind (33 Prozent: zu weitgehend / 15 Prozent: nicht weit genug). 60 Prozent finden es richtig, dass Schulen und Kitas wieder schrittweise geöffnet werden, und 77 Prozent unterstützen die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in Geschäften und im ÖPNV. Sorge vor einer Ansteckung mit dem Virus haben 29 Prozent aller Menschen in Hessen. Von der Angst, dass ihre Freiheitsrechte längerfristig eingeschränkt werden könnten, werden 35 Prozent der Befragten umgetrieben.

Der Hessentrend wurde vom 11. bis zum 12. Mai durchgeführt. An der repräsentativen Umfrage nahmen 1005 Personen teil.

Ausführliche Ergebnisse zum Hessentrend gibt es auf hr-iNFO und allen Radiowellen des hr sowie auf hessenschau.de. Das hr-fernsehen widmet sich der Umfrage ausführlich in der „Hessenschau“ und in „Hessenschau kompakt“.

Michael Draeger

Pressereferent hr-fernsehen und Das Erste
Michael Draeger
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