Manfred Krupp steht im Anzug vor seinem Schreibtisch

Sachsen-Anhalt blockiert die Erhöhung des Rundfunkbeitrags um 86 Cent. ARD und ZDF rufen nun das Bundesverfassungsgericht an. hr-Intendant Manfred Krupp verteidigt den Schritt.

Manfred Krupp, Intendant des hr: „Wir bedauern sehr, dass sich nun das Bundesverfassungsgericht mit den KEF-Empfehlungen befassen muss. Der drohende tiefe finanzielle Einschnitt würde zu schmerzhaften Kürzungen im Programm führen. Der hr ist sehr im Leben der Menschen in Hessen verankert. Gerade in Zeiten einer Pandemie erkennen sie Bedeutung und Qualität eines öffentlich-rechtlichen Rundfunks. In Hessen erreichen wir mit unseren Angeboten, allem voran mit unserer ‘hessenschau‘, medienübergreifend so viele Menschen wie selten zuvor. Dazu ist es unerlässlich, dass wir den hr weiter multimedial modern aufstellen. Und dafür braucht es die von der KEF empfohlene Finanzierung.“

Notwendig ist der Gang nach Karlsruhe, da es im Landtag von Sachsen-Anhalt nicht zu einer Abstimmung über die Beitragsanpassung von 17,50 Euro auf 18,36 Euro zum 01.01.2021 kommen wird. Ohne die von der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) empfohlene Beitragsanpassung muss der hr mit einem Fehlbetrag von rund 15,6 Millionen Euro jährlich planen.

Wie zu jeder Beitragsperiode wurde der Bedarf der Rundfunkanstalten von der unabhängigen KEF ermittelt und nun zuletzt eine Anpassung des Rundfunkbeitrags um 86 Cent empfohlen.

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Über den hr:

Der Hessische Rundfunk (hr) verbindet seit über 70 Jahren Hessen in seiner Vielfalt. Neben dem Funkhaus in Frankfurt ist die öffentlich-rechtliche Landesrundfunkanstalt mit Studios in Kassel, Fulda, Gießen, Wiesbaden und Darmstadt vertreten und hat zusätzliche Korrespondentenbüros in allen Regionen Hessens. Der hr erreicht werktäglich mit seinen sechs Hörfunkwellen, dem hr-fernsehen und den Internetangeboten (u. a. hessenschau.de) 64 Prozent aller Hessen ab 14 Jahren – dies sind knapp 3,4 Millionen Menschen pro Werktag. Mit seinen rund 1.700 Arbeitnehmern und etwa 860 freien Mitarbeitern ist der hr als Arbeit- und Auftraggeber ein wichtiger Wirtschaftsfaktor.

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Christoph Hammerschmidt


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