Michael Immel interviewt René Rock in einem Freibad

In der Affäre um rechtsextreme Drohmails hat sich Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier bislang nicht zu Wort gemeldet, beklagte René Rock im hr-Sommerinterview.

„Als ehemaliger Innenminister steht der Ministerpräsident neben dieser Krise und man meint, es geht ihn alles gar nichts an“, sagte der Fraktionsvorsitzende der FDP im Hessischen Landtag. Das Vorgehen von Innenminister Peter Beuth in der Affäre beschreibt Rock als „hilflos“. „Das Einzige, was Peter Beuth wirklich hilft, dass er jetzt Ergebnisse auf den Tisch legt: wer das ist, wie das passieren konnte und wie man diese Probleme dauerhaft verhindert“, so Rock.

Im Sommerinterview des Hessischen Rundfunks kritisierte der FDP-Fraktionsvorsitzende auch die Rolle des von Beuth eingesetzten Sonderermittlers bei der hessischen Polizei. „Der ist natürlich nicht unabhängig. Er ist vom Minister eingesetzt, er wird an ihn direkt berichten.“ Mehr Klarheit über die Aktenlage erhofft sich Rock von der Sondersitzung des Innenausschusses am kommenden Dienstag in Wiesbaden. Dort werde sich herausstellen, ob „das alles stimmt, was der Minister bisher berichtet hat.“ 

Das Interview führte Michael Immel, Korrespondent im hr-Landtagsstudio in Wiesbaden. Ausgestrahlt werden die hr-Sommerinterviews immer freitags um 21.35 Uhr auf hr-iNFO, samstags um 18.00 Uhr im hr-fernsehen sowie als Zusammenfassung samstags um 19.30 Uhr in der „Hessenschau“, auf hessenschau.de und in den Social-Media-Angeboten der „Hessenschau“.