Großer Feldberg

Der Aussichtsturm am Großen Feldberg und die Räume des Taunusklubs müssen aufgrund eines aktuellen Brandschutzgutachtens aus Sicherheitsgründen mit sofortiger Wirkung für den Betrieb gesperrt werden. Der angeschlossene Kiosk kann mit Einschränkungen weiterhin betrieben werden.

Dies teilte der Hessische Rundfunk (hr) als Eigentümer, der an diesem Standort Sendemasten zur Programmverbreitung betreibt, am Mittwoch in Frankfurt mit.

Eine Gefahrenverhütungsschau der Feuerwehr Schmitten und eine Begehung durch einen Brandschutzgutachter erbrachten das Ergebnis, dass die mit der aktuellen hessischen Bauordnung konforme Brandschutzrichtlinie von 2018 nicht eingehalten wird. Es fehlt vor allem ein zweiter Fluchtweg. Betroffen sind die Aussichtsplattform selbst, aber auch die Aufenthaltsräume im 1. Obergeschoss, die von der Feuerwehr nicht angeleitert werden können. Nach ersten Kostenschätzungen muss von Aufwendungen in Höhe von 300.000 Euro ausgegangen werden.

Der hr hat mit dem Pächter von Kiosk und Klubräumen, dem Taunusklub-Stammklub e.V., am Dienstag ein erstes Gespräch über das weitere Vorgehen geführt. Auch der Hochtaunuskreis und die Gemeinde Schmitten wurden vom hr bereits informiert. „Wir haben nicht mit solchen Ergebnissen des Gutachtens gerechnet und sind sehr betroffen, welche Auswirkungen dies nun haben wird“, sagte die stellvertretende hr-Intendantin Gabriele Holzner am Mittwoch.

Landkreis, Gemeinde und Taunusklub dankten dem hr für das konstruktive Gesprächsangebot. „Uns ist klar, dass die Sicherheit sowohl für die Besucher als auch für unsere Mitglieder an erster Stelle stehen muss, und wir hoffen, dass wir gemeinsam eine Lösung für diesen Anziehungspunkt finden werden“, sagte Wolfgang Lenz, 2. Vorsitzender des Taunusklub-Stammklubs.

Auch Landrat Ulrich Krebs und Bürgermeisterin Julia Krügers bedauerten die Sperrung des Aussichtsturms des hr. „Das Feldbergplateau ist ein Besuchermagnet – vor allem zu Zeiten von Corona. Dennoch steht für uns die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger an erster Stelle“, sind sich beide einig. „Der Hochtaunuskreis und die Gemeinde Schmitten stehen weiteren zeitnahen Gesprächen über die künftige Nutzung mit dem hr positiv gegenüber.“

Der Hessische Rundfunk wird nun gemeinsam mit allen Beteiligten eine zukunftsweisende Lösung erarbeiten.

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Über den hr

Der Hessische Rundfunk (hr) verbindet seit über 70 Jahren Hessen in seiner Vielfalt. Neben dem Funkhaus in Frankfurt ist die öffentlich-rechtliche Landesrundfunkanstalt mit Studios in Kassel, Fulda, Gießen, Wiesbaden und Darmstadt vertreten und hat zusätzliche Korrespondentenbüros in allen Regionen Hessens. Der hr erreicht werktäglich mit seinen sechs Hörfunkwellen, dem hr-fernsehen und den Internetangeboten (u. a. hessenschau.de) 64 Prozent aller Hessen ab 14 Jahren – dies sind knapp 3,4 Millionen Menschen pro Werktag. Mit seinen rund 1.700 Arbeitnehmern und etwa 860 freien Mitarbeitern ist der hr als Arbeit- und Auftraggeber ein wichtiger Wirtschaftsfaktor.

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Christoph Hammerschmidt

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