Stephan Ernst (dargestellt von Robin Sondermann) steht nachts am Feldrand und beobachtet die Terrasse von Walter Lübcke aus der Ferne.

Das unter Federführung des Hessischen Rundfunks (hr) mit der Filmproduktion AVE Publishing produzierte Dokudrama "Schuss in der Nacht – Die Ermordung Walter Lübckes" von Raymond Ley ist für den diesjährigen Grimme-Preis in der Kategorie "Information und Kultur" nominiert. Mit den ARD-Dokus "Vernichtet – Eine Familiengeschichte aus dem Holocaust" und "Expedition Arktis. Ein Jahr. Ein Schiff. Im Eis." sowie dem Satire-Format "Browser Ballett" stellen sich darüber hinaus drei weitere Koproduktionen des hr dem Votum der Jury. Bekanntgegeben werden die Preisträger*innen am 11. Mai, die Preisverleihung ist für den 27. August geplant.

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Das Dokudrama "Schuss in der Nacht – Die Ermordung Walter Lübckes" erzählt emotional und zugleich faktenreich, wie es zum tödlichen Angriff auf den Kasseler Regierungspräsidenten kam. Der 90-minütige Film verbindet szenische Elemente mit dokumentarischem Material und rekonstruiert dabei auch die Bürgerversammlung im hessischen Lohfelden, auf der Lübcke klar und kompromisslos für die Werte der Demokratie eintrat. Noch am selben Abend wurde er – zunächst im Netz – zum Feindbild der rechten Szene.

Im Zentrum der Spielszenen steht die Vernehmung von Stephan Ernst (gespielt von Robin Sondermann), der den beiden Ermittler*innen Norbert Bartels (Joachim Król) und Petra Lischke (Katja Bürkle) einen Einblick in seine Gedankengänge liefert. Zu Wort kommen im Film außerdem Menschen aus dem innersten Zirkel um Walter Lübcke, Freunde aus seinem Heimatdorf, politische Wegbegleiter. In der Montage aus Spielszenen, dokumentarischem Material und sehr persönlichen Interviews ist so ein eindrucksvolles Mosaik entstanden.

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"Schuss in der Nacht – Die Ermordung Walter Lübckes" ist eine ARD-Koproduktion von NDR, SWR und rbb unter Federführung des hr mit der Filmproduktion AVE Publishing. Regie führte Raymond Ley, das Drehbuch stammt von Hannah und Raymond Ley nach einer Vorlage von Dirk Eisfeld. Produzenten des Films sind Tim Klimeš und Christiane Mädge, die Redaktion lag bei Esther Schapira, Sabine Elke und Sabine Mieder (hr), Marc Brasse und Eric Friedler (NDR) sowie Thomas Reutter (SWR) und Rolf Bergmann (rbb). Der Film wurde gefördert von HessenFilm; er war im Dezember 2020 im Ersten zu sehen und ist aktuell in der ARD-Mediathek abrufbar.

Ebenfalls in der Kategorie "Information und Kultur" sind zudem die vom hr koproduzierten ARD-Dokus "Vernichtet – Eine Familiengeschichte aus dem Holocaust" von Andreas Christoph Schmidt (Redaktion: Rolf Bergmann, rbb, Sabine Mieder, hr, und Marc Brasse, NDR) sowie "Expedition Arktis. Ein Jahr. Ein Schiff. Im Eis." von Philipp Grieß (Redaktion: Ute Beutler, rbb, Marc Brasse, NDR, und Sabine Mieder, hr) nominiert. Beide Filme waren im vergangenen Jahr im Ersten zu sehen. In der Kategorie "Unterhaltung" geht außerdem das vom hr koproduzierte Satire-Format "Browser Ballett" (Redaktion: Jürgen Stark, rbb, Petra Theisen, hr, Dominique Ziesemer, NDR, Anna Dushime, Steinberger Silberstein GmbH) mit seiner ARD-Ausgabe vom 3. Dezember ins Rennen um eine Auszeichnung.

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Der Grimme-Preis zählt zu den renommiertesten Auszeichnungen für Fernsehsendungen in Deutschland. Vergeben wird der nach dem ersten Generaldirektor des Nordwestdeutschen Rundfunks, Adolf Grimme, benannte Preis seit 1964 alljährlich in Marl.

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Marco Möller


Pressereferent hr-fernsehen und Das Erste
Marco Möller
Telefon: +49 (0)69 155-4401
E-Mail: marco.moeller@hr.de