Eintracht-Vorstand Hellmann
Eintracht-Vorstand Axel Hellmann im "Heimspiel" im hr-fernsehen Bild © hr

Eintracht Frankfurt hat nach dem Geisterspiel in Marseille juristische Schritte angekündigt. Vorstandsmitglied Axel Hellmann sagte am Montagabend in der Sendung „Heimspiel!“ im hr-fernsehen: „Wir sind fest davon überzeugt, dass Kollektivstrafen als Sanktionsmittel der völlig falsche Weg sind."

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Davon habe man bereits den DFB überzeugt, so Hellmann. „Derselbe Weg steht uns jetzt auf europäischem Niveau bei der UEFA bevor. Auch auf dem Weg werden wir gerichtliche Schritte prüfen.“ Gegen das Stadtbetretungsverbot, das die französischen Behörden verhängt hatten, will sich die Eintracht ebenfalls weiter wehren. „Eintracht Frankfurt ist vor dem Verwaltungsgericht in Marseille, um dieses Stadtbetretungsverbot überprüfen zu lassen.“ Dabei werde man von französischen Fan-Organisationen unterstützt, so Hellmann. „Ich glaube, dass es uns guttut, mal klären zu lassen, ob die Maßnahmen an sich - sowohl die Kollektivstrafe auf der Ebene der UEFA als auch ein Stadtbetretungsverbot - mit europäischem Recht vereinbar sind. Ich halte es nicht für vereinbar. Wir wollen das bis zum Ende durchfechten. Man hat uns gesagt, das dauert in Frankreich zwei bis drei Jahre.“

Lobende Worte fand Hellmann für die Frankfurter Fans, die trotz allem in der Stadt waren. Es sei bemerkenswert, dass so viele trotz der Umstände gekommen seien. Angesprochen auf den angekündigten Protest bei der nächsten Bundesliga-Partie gegen Borussia Mönchengladbach, bei der die Fans zunächst schweigen wollen, um gegen Spiele unter der Woche zu protestieren, sagte Hellmann: „Einerseits wünschen wir uns als Club und für die Mannschaft eine große Unterstützung. Andererseits verstehe ich auch, dass das einzige friedliche Protestmittel die Unmutsäußerung oder eben das Schweigen ist. Man muss diese Mittel akzeptieren.“

Weiteres Thema war die bevorstehende Vergabe der Europameisterschaft 2024. Sollte sie nach Deutschland kommen, und sollten dann Spiele in Frankfurt ausgetragen werden, wäre die Eintracht laut Hellmann bereit, in das Stadion zu investieren, „obwohl wir nicht Eigentümer sind. Ich glaube, dass es auch unsere Aufgabe ist, eine gewisse Form von Modernität – gerade was die Digitaltechnik angeht – bereit zu stellen. Uns würde der Zuschlag am Donnerstag zugunsten von Deutschland sehr stark helfen.“

Weitere Zitate aus der Sendung finden Sie auf hessenschau.de/sport.

Michael Draeger
Bild © hr/Ben Knabe

Pressereferent hr-fernsehen und hessenschau
Michael Draeger
Telefon: +49 (0)69 155-3527
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