Der ehemalige DFB-Mediendirektor Harald Stenger im "Heimspiel!" im hr-fernsehen
Der ehemalige DFB-Mediendirektor Harald Stenger im "Heimspiel!" im hr-fernsehen Bild © hr

Der ehemalige DFB-Mediendirektor Harald Stenger hat den heutigen DFB-Chef Reinhard Grindel wegen seines Umgangs mit Eintracht Frankfurt am Montagabend im „Heimspiel!“ im hr-fernsehen scharf angegriffen. Hintergrund ist ein Bericht des Magazins „Spiegel“.

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Demnach hat das Länderspiel Deutschland gegen Peru vom vergangenen Sonntag nicht in Frankfurt, sondern in Sinsheim stattgefunden, weil Grindel Angst vor Protestaktionen der Frankfurter Ultras hatte. „Wenn Gewalt droht, muss man handeln. Aber das war ein Hirngespinst von Reinhard Grindel“, so Stenger. „Grindel lässt keinen Fettnapf aus.“ Er sei der schlechteste DFB-Präsident seit 50 Jahren, weil er zu häufig in das operative Geschäft eingreife. „Er hat als Präsident Richtlinienkompetenz, aber er muss nicht jedes Detail beeinflussen.“

Lob hatte Stenger dagegen für die zurückhaltende Reaktion von Eintracht Frankfurt. Außerdem pflege der Verein vor allem dank Vorstandsmitglied Axel Hellmann im Gegensatz zum DFB einen vorbildlichen Fandialog: „Der DFB kriegt den Fandialog nicht hin.“

Für Ex-Bundesliga-Profi Michael Schulz ist die Entscheidung dagegen nachvollziehbar. „Die Frankfurter Ultraszene ist nun nicht dafür bekannt, einen Schmusekurs zu fahren. Wenn die Gefahr besteht und die EM-Vergabe gefährdet ist, verstehe ich nicht, warum man das nicht machen soll.“

Andrea Petkovic denkt nicht ans Aufhören

Weiterer Gast in der Sendung war Tennis-Profi Andrea Petkovic, die Ende August bei den US-Open in der ersten Runde ausgeschieden war. Auf die Frage, ob es Gedanken zum Karriereende gibt, sagte sie: „Bis jetzt nicht. Die letzten Wochen haben gezeigt, dass ich mit den Besten der Welt wieder mithalten kann. Das sind die Momente, die mir zeigen, dass ich noch dabei bin. Wenn das irgendwann nicht mehr der Fall ist, dann will ich das auch nicht mehr.“

Michael Draeger
Bild © hr/Ben Knabe

Pressereferent hr-fernsehen und hessenschau
Michael Draeger
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