Dieter Voss (links) mit Dieter Uffelmann als „Ritter Dietrich vom Reinhardswald“.
Dieter Voss (links) mit Dieter Uffelmann als „Ritter Dietrich vom Reinhardswald“. Bild © hr/Reinhard Schall

Nach Hofgeismar hat es Dieter Voss für die nächste Ausgabe von „Herrliches Hessen“ gezogen. Das hr-fernsehen zeigt den 45-minütigen Streifzug durch die Stadt und ihre Umgebung am Dienstag, 12. Juni, um 20.15 Uhr – wie immer voller überraschender Geschichten.

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zum Download Foto: Dieter Voss mit "Ritter Dietrich vom Reinhardswald“

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Auf seiner Reise durch das herrliche Hessen besucht Dieter Voss mit dem Reinhardswald einen der schönsten Wälder Hessens. Schon mit seiner Entstehung ist eine Sage verbunden, die den wunderbaren Kreislauf der Natur auf sehr überraschende Weise beschreibt. Als Ort von Sagen und Legenden und auch der Grimm‘schen Märchen ist der Reinhardswald mit seinem Dornröschenschloss Sababurg überregional bekannt, und „Ritter Dietrich vom Reinhardswald“ wird seinen Teil dazu beitragen, das Märchenhafte in Worte zu fassen. Die sagenhafte Reise führt Dieter Voss vor allem in die Dornröschenstadt Hofgeismar mit ihrem schönen, alten Fachwerk.

Die Themen der Sendung im Einzelnen:

Die Bäume und Kräuter des Reinhardswaldes – Auf der Wanderung mit Urwaldführerin Annette Zimmermann lernt man nicht nur die Kräuter und deren Verwendung kennen, sondern man erfährt auch Überraschendes über die Vermehrung der Eiche.

Der Tierpark Sababurg – Er ist der älteste zoologische Garten Europas; mitten im Reinhardswald gelegen und mit 80 Tierarten auf 130 Hektar Fläche ist er auch einer der schönsten. Hier leben nicht nur die Wölfe, die in vielen Märchen eine Rolle spielen, auch die Rentiere haben hier ihr Zuhause gefunden. Bei Uwe Kunze, Stammesmitglied bei den Sami in Lappland und Rentierzüchter im Tierpark Sababurg, legt Dieter Voss seinen Rentierführerschein ab und probiert echten samischen Kaffee - das wird eine Herausforderung.

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zum Download Foto: Dieter Voss zu Besuch bei Kai Seidenhefter

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Die Wacholderheide und das Beste, was aus einer Beere werden kann – Über Jahrhunderte genutzte Wacholderheiden prägen den Rand des Reinhardswalds, und Kai Seidenhefter hatte vor drei Jahren die Idee, aus den Beeren in guter, alter Handarbeit einen Gin zu brennen. So entstand der Diemel-Gin oder genauer: der Fieldfare, gebrannt aus süßlichem heimischem Wacholder in einer malerischen Destille. Welche Beeren gut sind für den Gin und wie das Aroma aus den Beeren kommt, das ist eine arbeitsreiche und spannende Geschichte.

Das Apothekenmuseum in Hofgeismar – Untergebracht im ältesten Gebäude der Stadt und mit einem kleinen Kräutergarten, ist es ein Spezialmuseum über die 400-jährige Geschichte der Pharmazie, aber auch die der Magi [JPG - 1mb]er und Hexen, die aus Kräutern Zaubertränke, Salben und Tinkturen gemischt haben. Christa Figur, selbst Apothekerin, kennt sich da bestens aus, und einer ihrer in einem alten Buch gefundenen Zaubertränke könnte unter Umständen unsichtbar machen.

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zum Download Foto: Dieter Voss mit Felix Köhler

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Die Steinmühle als Reifehort für Ahle Wurst und Tiroler Schinken Felix Köhler ist der jüngste Spross der traditionsreichen Hofgeismarer Metzgerfamilie und begeisterter Verfechter von artgerechter regionaler Tierhaltung und von  Familienrezepturen in der Wurst-, Fleisch- und Schinkenproduktion. Zur Reife brauchen Wurst und Schinken allerdings einen ganz besonderen Ort mit speziellen klimatischen Bedingungen, und dafür ist die alte Mühle besonders geeignet. Hier wird sich auch herausstellen, dass es zwischen Tiroler Schinken und Ahler Wurst einen ganz engen Zusammenhang gibt.

Ein schicksalhaftes Würfelspiel – Durch den Würfelbecher soll der Reinhardswald entstanden sein, und durch einen Wurf mit drei Sechsen wurde vermutlich im 14. Jahrhundert auch das Schicksal der Stadt Hofgeismar entschieden. Der Geologe und Hauptmann der Stadtwache Dr. Klaus Schubert wird mit Moderator Dieter Voss an einem geheimnisvollen Ort würfeln und bei dieser Gelegenheit weitere Sagen und Märchen aus der Geschichte der Stadt erzählen.

Bei den Dreharbeiten zu „Herrliches Hessen“ erlebt Dieter Voss immer wieder Überraschendes. Was ihm an Hofgeismar und Umgebung am besten gefallen hat? Drei Fragen an den Moderator:

Welche Eindrücke haben Sie von den Dreharbeiten mitgebracht?

Dieter Voss: Vor allem der Reinhardswald hat es mir angetan. Vor ein paar Jahren hatte ich ein Buch über dieses riesige Waldgebiet gelesen, aber ich war bislang noch nie dort. Das war ein Fehler. Denn der Wald mit seinen mächtigen Eichen und Buchen ist einzigartig. Besonders der Urwald Sababurg hat mich in  seinen Bann gezogen. Wie sich die Natur entwickelt, wenn man sie nur lässt -  Herrlich!

Im Tierpark Sababurg haben Sie den Rentierführerschein gemacht. Werden Sie sich jetzt ein Rentier zulegen?

Dieter Voss (lacht): Das würde sich bei mir zu Hause in Frankfurt sicher nicht wohl fühlen. Aber diese Tiere aus dem hohen Norden sind mir sehr sympathisch. Mein „Führerschein“ war ja eher nur ein Schnupperkurs. Aber selbst dabei konnte mir der „Chef“ der Herde, Uwe Kunze, schnell vermitteln, wie gutmütig und empfindsam Rentiere sind, und dass man ihnen genauso begegnen sollte. Eine besondere Erfahrung war der Kaffee, den mir Uwe Kunze nach der Rentierstunde gekocht hat: Nach Samenart reichert man ihn mit einen speziellen Käse an. Der „quietscht“ dann beim Runterschlucken.

Wie würden Sie Hofgeismar beschreiben?

Dieter Voss: Hier muss ich hin, wenn mich das nächste Mal Freunde aus Amerika besuchen! Die Stadt ist einfach liebenswert mit ihrem Fachwerk, ihrem Rathaus, ihrem Marktplatz, ihrer Geschichte. Ein Muss: das Apothekenmuseum! Warum ein Besuch dort so lohnenswert ist, zeigen wir in der Sendung.

Marco Möller
Marco Möller Bild © hr/Ben Knabe

Pressereferent hr-fernsehen und Das Erste
Marco Möller
Telefon: +49 (0)69 155-4401
E-Mail: marco.moeller@hr.de