Daniel Mauke mit Jacqueline Herrmann
Daniel Mauke mit Jacqueline Herrmann Bild © hr

Für 24 Stunden zieht Reporter Daniel Mauke bei einer Familie in Hessen ein und erlebt den Alltag hautnah. Das ist das Konzept der neuen Sendung „Wer seid ihr? Ein Tag hinter Hessens Türen“, zu sehen am Dienstag, 2. Oktober, um 20.15 Uhr im hr-fernsehen.

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Auf dem Kirchberg in Lollar lebt Familie Bauer/Herrmann in einem wahren Wohn-Idyll: ein verwunschenes Ensemble mit einer alten Kirche, einer zum Wohnhaus umgebauten Scheune und ein ehemaliges Pfarrhaus. Zwei Generationen sind hier zu Hause. Den Ort und das Leben der Familie erkundet Reporter Daniel Mauke in der ersten Ausgabe der neuen Sendung „Wer seid ihr? Ein Tag hinter Hessens Türen“, zu sehen am Dienstag, 2. Oktober, um 20.15 Uhr im hr-fernsehen.

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Das Konzept der Sendung: Für 24 Stunden zieht Daniel Mauke bei der Familie ein, erlebt den Alltag hautnah. Er weiß vorher nicht, auf wen er treffen wird. „Ich habe nur kurz vorher erfahren, dass es nach Lollar geht“, erzählt Daniel Mauke. Dort trifft er dann auf Familie Bauer/Herrmann. Mit viel Engagement hat sie den Kirchberg zu einer kleinen Oase gemacht: Jacqueline Herrmann betreibt hier ein kleines Geschäft mit Handarbeit und Kurzwaren, ihr Mann Peter ist Musiker und veranstaltet im Sommer regelmäßig Konzerte im Innenhof. Unterstützt werden beide von Jacqueline Herrmanns Vater, dem früheren Präsidenten der Justus Liebig Universität in Gießen, Prof. Dr. Heinz Bauer. Die Scheune und das Pfarrhaus auf dem Kirchberg hat er größtenteils eigenhändig um- und ausgebaut und mit dem „Kirchbergforum“ elf Jahre lang eine klassische Kammerkonzertreihe veranstaltet.

Vor der Familie und Daniel Mauke liegt ein ereignisreicher Tag, etwa eine eiserne Konfirmation, ein Konzert mit Katharina Franck, Frontfrau der Band Rainbirds, oder eine spontane Feuershow, die Hannes Bauer – der Sohn von Jacqueline Herrmann - am späten Abend im Innenhof aufführt. Begleitet wird er dabei Peter Herrmann am E-Bass. In kurzer Zeit schafft Daniel Mauke es, der Familie sehr nahe zu kommen: „Die 24 Stunden waren wahnsinnig spannend. Mich hat beeindruckt, wie offen mich die Familie empfangen hat“, erzählt Daniel Mauke. Eines wird beim Dreh deutlich: Der Alltag ist alles, aber nicht alltäglich.

Wie war der Blick hinter fremde Türen? Wie ist es, als Reporter unvorbereitet zu so einem Dreh zu kommen? Drei Fragen an Daniel Mauke:

Mit welchen Infos hast du dich auf den Weg zum Dreh in Lollar gemacht?

Mit gar keinen. Ich wusste wirklich überhaupt nichts über die Gastgeber: Was sie machen, wer sie sind, was sie innerhalb dieser 24 Stunden vorhaben. Ich habe nur kurz vorher erfahren, dass es nach Lollar geht. Dort habe ich mich mit dem Team getroffen, und wir sind zusammen zu der Familie gefahren. Bei normalen Dreharbeiten bereitet man sich natürlich vor und macht sich Gedanken. Als Einziger vor Ort überhaupt nichts zu wissen, war schon sehr aufregend.

Wie war der Tag bei deinen Gastgebern?

Die 24 Stunden waren wahnsinnig spannend. Es prasseln erst mal ganz viele Eindrücke auf einen ein. Die Familie lebt an einem malerischen Fleckchen in Lollar, ein verwunschener Hof neben der Kirche, das alte Pfarrhaus, daneben eine toll ausgebaute Scheune. Da fragt man sich erst mal: Was hat das hier alles für eine Geschichte, und welche Geschichten haben die Menschen zu erzählen? Innerhalb der 24 Stunden habe ich dann alle Familienmitglieder kennenlernen dürfen und mit jedem von ihnen Zeit verbracht. Aber wir haben natürlich nicht nur geredet: Die Familie ist sehr aktiv und hat viel zu tun - ich durfte überall dabei sein.

Was hat dich am meisten beeindruckt?

Die Familiengeschichte hat viel mit Neuanfang zu tun. Zum Beispiel hat Jacqueline Herrmann ihren Job als erfolgreiche Software-Entwicklerin wegen einer Depression an den Nagel gehängt und ihr Leben umgekrempelt. Jetzt betreibt sie dort auf dem Hof ein schönes, kleines Cafe, näht ausgefallene Kleider und verkauft Stoffe. Ich glaube, sie ist wesentlich glücklicher als vorher. Beeindruckt hat mich dabei, wie offen die Familie mich empfangen hat, und wie sehr sich alle geöffnet haben. In diesen 24 Stunden bin ich der Familie viel näher gekommen, als ich erwartet hätte.

Michael Draeger
Bild © hr/Ben Knabe

Pressereferent hr-fernsehen und hessenschau
Michael Draeger
Telefon: +49 (0)69 155-3527
E-Mail: michael.draeger@hr.de