Jochen Drees, der zukünftige Leiter des Bereiches Videobeweis beim Deutschen Fußball-Bund, im "Heimspiel!"
Jochen Drees, der zukünftige Leiter des Bereiches Videobeweis beim Deutschen Fußball-Bund, im "Heimspiel!" Bild © hr

Strittige Szenen in der Fußball-Bundesliga, die vom Videoassistenten überprüft werden, sollten für die Zuschauer in den Stadien zu sehen sein. Das sagte Jochen Drees, der zukünftige Leiter des Bereiches Videobeweis beim Deutschen Fußball-Bund, am Montagabend in der Sendung „Heimspiel!“ im hr-fernsehen.

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„Wir als Schiedsrichter wären daran sehr interessiert, um die Entscheidung transparent zu machen. Was mich im letzten Jahr furchtbar aufgeregt hat, war, dass es immer wieder hieß: In Köln, im Keller, wird irgendetwas entschieden. Die Entscheidung muss nach außen transportiert werden.“ Noch fehle es dafür allerdings an der richtigen Ausstattung in den Stadien, die Qualität der Videowände und -würfel sei sehr unterschiedlich, und es fehle – anders als bei der WM in Russland - der direkte Zugriff auf die Videowände.

Außerdem sprach sich Drees für eine Spezialisierung der Video-Assistenten aus. „Wir haben spezialisierte Assistenten in den Stadien – wieso sollen wir nicht spezialisierte Assistenten am Videobildschirm haben? Die aktuelle Situation sei für viele Schiedsrichter nicht einfach: „Eine Woche bin ich Schiedsrichter beim Spiel Frankfurt gegen Bremen, und am nächsten Wochenende bin ich Assistent im Videocenter in Köln.“ Wenn der Video-Assistent richtig funktioniere, dann sei er eine Bereicherung, so Drees. Seine Vorstellung: „Der Videobeweis läuft im Hintergrund, und im Stadion oder am Fernseher bekommen die Leute das nur dann mit, wenn gravierende Entscheidungen zu korrigieren sind, die vom Schiedsrichter auf dem Platz falsch eingeschätzt worden sind.“

Uli Stein: Hätte Trapp auch geholt

Weiteres Thema der Sendung war die Rückkehr von Kevin Trapp nach Frankfurt. „Ich hätte ihn auch geholt“, so der frühere Eintracht-Torwart Uli Stein. „Vor allem, wenn man sieht, dass Frederik Rönnow nicht so eingeschlagen hat. Wenn man die Möglichkeit hat, einen Torhüter wie Kevin Trapp zu bekommen, wenn auch nur auf Leihbasis, dann muss man zuschlagen. Denn auf der Position ist man nicht so erstklassig besetzt, wie man es gerne gehabt hätte, und die Lücke hat man jetzt geschlossen.“

Michael Draeger
Bild © hr/Ben Knabe

Pressereferent hr-fernsehen und hessenschau
Michael Draeger
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