Dieter Voss (rechts) mit Jungmüller Rainer Feick aus der Herrnmühle.

Ins Rodensteiner Land hat es Dieter Voss für die nächste Ausgabe von „Herrliches Hessen“ gezogen. Das hr-fernsehen zeigt die 45-minütige Sendung am Dienstag, 4. Juni, um 20.15 Uhr.

Das Rodensteiner Land ist geradezu durchzogen von Märchen, Sagen und Legenden. Sie alle haben etwas zu tun mit dem Ritter Hans von Rodenstein – und natürlich mit seiner Burg Rodenstein, ein Ort mit Gänsehautgarantie. Die Burgruine liegt im Odenwald zwischen Fränkisch-Crumbach und Reichelsheim und war der Anlass für die alljährlich veranstalteten Reichelsheimer Märchen- und Sagentage. Aber die Reise von Dieter Voss wird nicht nur märchenhaft, sondern auf ganz besondere Art und Weise auch sehr kulinarisch, denn unterwegs trifft er auch einen Essigmacher, einen jungen Müller und zwei Spitzenköche.

Die Stationen von Dieter Voss:

Der Wildweibchenstein: Auch der ist mit Sagen und Legenden verbunden und Namensgeber für den „Wildweibchenpreis“ der Märchen- und Sagentage. Geehrt werden mit diesem Preis Schauspieler und Schriftsteller. Ein Autor hat den Preis als frauenfeindlich abgelehnt – ohne zu wissen, was hinter dem Namen steckt. Dieter Voss geht dem Geheimnis auf den Grund.

Download

Download

zum Download Foto: Dieter Voss mit Jürgen Katzenmeier

Ende des Downloads

Die Essigmanufaktur „Zur Freiheit“ in Laudenau: Ursprünglich und seit Jahrzehnten war die „Freiheit“ ein sehr beliebtes Gasthaus fast am Ende der Welt. Bis eines Tages der Wirt und Koch Jürgen Katzenmeier seine Liebe zum Essig entdeckte, das Gasthaus schloss und eine Essigmanufaktur eröffnete. Heute ähnelt die „Freiheit“ eher einem Chemielabor denn einem Wirtshaus.

Download

Download

zum Download Foto: Dieter Voss mit Jungmüller Rainer Feick

Ende des Downloads

Die Herrnmühle in Reichelsheim: Wenn Dieter Voss die Herrnmühle betritt, beginnt er eine kleine Zeitreise, denn hier wird Mehl gemacht mit Maschinen, die aus den dreißiger Jahren stammen. Und die verwendeten Getreidesorten sind, was ihren Ursprung betrifft, noch älter. Wer kennt schon Emmer und Einkorn? Aber alte Maschinen und alte Getreidesorten sind für Rainer Feick, den jungen Müller in sechster Generation, der Weg in eine ökologische Zukunft.

„Treusch‘s Schwanen“ in Reichelsheim:  Armin Treusch und sein Sohn Thomas sind aus dem kulinarischen Leben des Odenwalds nicht wegzudenken, auch weil sie zu den Reichelsheimer Märchen- und Sagentagen themenbezogene Märchenmenüs zaubern. Jedes Jahr eine neue Menüfolge passend zum Thema – das bereitete schon manches Kopfzerbrechen, denn zur „Prinzessin auf der Erbse“ lediglich eine Erbsensuppe zu servieren, das wäre doch ein bisschen wenig. Dass Vater und Sohn überaus erfolgreich sind, das beweist auch die unlängst verliehene Auszeichnung: „Treusch‘s Schwanen“ gehört zu den fünfzig besten Dorfgasthäusern in Hessen.

Schloss Reichenberg: Schloss Reichenberg hoch über Reichelsheim hat eine sehr kuriose und wechselhafte Geschichte, die vom Sitz der Erbacher Grafen über eine Knabenerziehungsanstalt für Jungen reicher Eltern aus ganz Europa bis zum heutigen „Erfahrungsfeld“ mit Cafébetrieb reicht. Erfahrungsfeld heißt: Hier können Gruppen spielerisch und sehr originell ihren Zusammenhalt überprüfen und ausbauen. Aber der Weg vom fast zerfallenen Schloss in die Gegenwart war kein leichter.

Bei den Dreharbeiten zu „Herrliches Hessen“ erlebt Dieter Voss immer wieder Überraschendes. Was ihm im Rodensteiner Land am besten gefallen hat? Drei Fragen an den Moderator:

Auch im Rodensteiner Land ist der Sendetitel wieder Programm. Könnten Sie sich vorstellen, dort Urlaub zu machen?

Dieter Voss: Habe ich sogar schon! Da war ich allerdings noch ein kleiner Junge. Meine Eltern haben dort mit mir die großen Ferien verbracht. Und auch heute ist der Odenwald toll für mich, weil ich gerne wandere. Mein Tipp, auch für Tagesausflügler: der Rundweg, der an der Ruine Rodenstein, am „fallenden Wasser“ und am Wildweibchenstein vorbei führt. Dafür braucht man etwa 2 Stunden. Anschließend irgendwo einkehren; ein angenehmes Haus stellen wir ja in der Sendung vor.

Was bleibt Ihnen von den Dreharbeiten besonders in Erinnerung?

Dieter Voss (lacht): Die Essigprobe in der Essigmanufaktur! Da habe ich den Mund viel zu voll genommen und einen Moment Sterne gesehen. Für meine Kollegen war das ein großer Spaß. Sauer macht halt lustig. Wir mussten auf jeden Fall die Szene erneut drehen. Dabei habe ich den Essig dann nur tröpfchenweise probiert, und siehe da, alle feinen Aromen kamen bestens zur Geltung. Mein Favorit ist übrigens der Birnenessig.

Es hat die letzten Wochen viel geregnet. Wie flexibel sind sie denn mit ihren Dreharbeiten?

Dieter Voss: Im Rodensteiner Land hatten wir das unglaubliche Glück, dass es vor allem dann geregnet hat, wenn wir drinnen gedreht haben. Und wenn wir draußen waren, kam wie auf Bestellung auch die Sonne zum Vorschein. Wir brauchten manchmal etwas Geduld, aber die Sendung wird beweisen, dass wir auch dieses „Herrliche Hessen“ ins rechte  (Sonnen)Licht setzen konnten.

Marco Möller

Pressereferent hr-fernsehen und Das Erste
Marco Möller
Telefon: +49 (0)69 155-4401
E-Mail: marco.moeller@hr.de