Üben für den Notfall: der richtige Umgang mit Beatmungsgeräten

Die derzeitigen Kontaktbeschränkungen helfen, Zeit zu gewinnen, doch die Zahl der Infizierten wird weiter steigen, da sind sich Mediziner sicher. Wie die Vorbereitungen im Land laufen, zeigt der Hessische Rundfunk am Sonntag, 5. April, um 18.30 Uhr in der Reportage „Hessenreporter: Kliniken vor dem Corona-Ansturm“ im hr-fernsehen und von da an jederzeit in der ARD-Mediathek.

Weitere Informationen

Zur Reportage in der ARD-Mediathek geht es hier.

Ende der weiteren Informationen

Im „Medical Park“ in Bad Camberg werden zu normalen Zeiten Patienten nach Operationen weiterbehandelt. Jetzt sind die Reha-Betten umgewidmet worden, um in Zukunft mehr Akutpatienten aufnehmen zu können. Schwieriger ist das in reinen Kurkliniken. Zur Versorgung ernsthaft Kranker haben sie zu wenig Personal. Auch die Technik unterscheidet sich von der in Krankenhäusern – angefangen bei den bequemen Kurbetten. Doch auch Kurkliniken wie zum Beispiel die „Klinik am Kurpark“ in Bad Wildungen werden umgerüstet. Das Geschäft mit Kurgästen ist zusammengebrochen. Geplant ist, leichte Corona-Fälle aufzunehmen.

Download

Download

zum Download Foto: Krankenschwester Jennifer Stoppek übt mit einem Beatmungsgerät

Ende des Downloads

In der Asklepios-Klinik in Bad Wildungen werden Krankenschwester Jennifer Stoppek und ihre Kollegen geschult, wie mit Beatmungsgeräten umzugehen ist. Überall im Land wird nicht nur fertig ausgebildetes Personal eingesetzt: Hilfsarbeiten erledigen nun auch junge Leute in Ausbildung und Medizinstudenten.

Auch private Arztpraxen erhöhen ihre Kapazitäten. Die Praxis Dilltal in Ehringshausen hat in Containern eine Corona-Ambulanz eingerichtet. Das Praxismanagement sorgt dafür, Patienten, die möglicherweise mit dem Corona-Virus infiziert sind, von anderen Patienten zu trennen. Sie sollen dann ohne Schlangestehen schnell getestet werden. Koordiniert werden die Vorbereitungen von den Kreisgesundheitsämtern. Karl-Friedrich Frese arbeitet als Gesundheitsdezernent des Kreises Waldeck-Frankenberg. Ihn begleitet der Film bei seinem Alltag zwischen Krisenstab, Büro und Kliniken.

Um niemanden zu gefährden und die Arbeit der Menschen nicht zu stören, ist das Filmteam besonders vorsichtig vorgegangen: Zum Beispiel wurden im Wagen eines Interviewpartners automatische Kameras installiert, der Kameramann drehte aus einem mitfahrenden Auto, und der Reporter stellte von dort seine Fragen per Handy. Generell mussten Drehorte sauber bleiben und Klinikpersonal sowie Patienten vor eingeschleppten Viren geschützt werden. Gleichzeitig galt es, das Kamerateam vor Viren zu schützen. Das Team arbeitete deshalb in Schutzanzügen und mit Masken. hr-Reporterin Barbara Berner und hr-Reporter Oliver Schmid haben für ihren Film dennoch außergewöhnliche Zugänge und Einblicke erhalten.

Michael Draeger

Pressereferent hr-fernsehen und Das Erste
Michael Draeger
Telefon: +49 (0)69 155-3527
E-Mail:
michael.draeger@hr.de