Amtsstempel
"Der Beamtenreport": Montag, 3. Dezember, 22.45 Uhr im Ersten Bild © hr

Der Beamtenstatus ist nach Meinung der Deutschen in vielen Bereichen überholt. Zu diesem Ergebnis kommt die repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts infratest dimap, die der Hessische Rundfunk (hr) für den „Beamtenreport“ (Montag, 3. Dezember, 22.45 Uhr im Ersten) in Auftrag gegeben hat.

Bei Lehrern hält nicht einmal jeder zweite Befragte den Beamtenstatus für notwendig, nämlich 48 Prozent. Bei Verwaltungsbeamten ist es mit 33 Prozent sogar nur jeder Dritte. Ganz anders sieht die Akzeptanz bei Polizei- und Justizbeamten aus. Auf die Frage „Wo halten Sie den Beamtenstatus für notwendig?“ nennt mit 82 Prozent die große Mehrheit der Bundesbürger die Polizei, an zweiter Stelle mit 76 Prozent die Mitarbeiter der Justiz.

Beamte sollen auch in die gesetzliche Renten- und Krankenversicherung einzahlen

In der Diskussion um die Einbeziehung der Beamten in die gesetzlichen Sicherungssysteme ist die Position der Bundesbürger eindeutig. Für die Gleichbehandlung mit Arbeitnehmern bei Renten- und Krankenversicherung sind 92 Prozent in Ostdeutschland. Etwas weniger, 85 Prozent, sind es in Westdeutschland. Insgesamt befürworten 86 Prozent der Bundesbürger, dass Beamte Beiträge in die gesetzliche Renten- und Krankenversicherung zahlen.

Beamte sind privilegiert

Die große Mehrheit der Bundesbürger ist davon überzeugt, dass Beamte Privilegien haben. Die Altersversorgung nennen mit 83 Prozent die meisten der Befragten. Bei der Gesundheitsversorgung halten 72 Prozent Beamte für privilegiert, und auch beim Gehalt sehen fast zwei Drittel der Befragten Beamte im Vorteil, nämlich 64 Prozent.

Michael Draeger
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