Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing

„Deutschland hat gut und präzise auf die Krise reagiert“, so das Urteil von Christian Sewing, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bank, über die Rettungspolitik der Bundesregierung.

ARDextra

In der Sendung „ARD extra – die Corona Lage“ schloss Sewing am Mittwochabend die eine oder andere Konjunkturmaßnahme im zweiten Halbjahr nicht aus. Deutschlands größtes Geldhaus rechne mit einer Reduzierung des Wirtschaftswachstums zwischen sechs und acht Prozent. „Das ist heftig, aber noch kontrollierbar“, so Sewing in der ARD.  Anders als in der Finanzkrise 2008/2009 seien die Banken heute in einer ganz anderen Verfassung. Sie seien stabil und damit Teil der Lösung. „Wir werden keine Banken retten müssen.“ So verfüge die Deutsche Bank über 200 Milliarden Euro freie Liquiditätsreserven.

Die Kritik aus dem Mittelstand über verzögerte Kreditauszahlungen vieler Banken wies der Deutsche Bank-Chef zurück. Bei seinem Institut seien bislang 6000 Anträge eingegangen. Diese seien fast zur Hälfte bearbeitet und in der Auszahlung. Von Antrag bis zur Auszahlung dauere es im Schnitt fünf Tage. „Und natürlich muss es eine Risikoprüfung geben“, so Sewing, „denn am Ende geht es um Steuergelder und damit sollten wir verantwortungsvoll umgehen.“ Deutschland müsse mittelfristig seine Wirtschaft grüner machen. Jetzt aber sei das Land inmitten einer starken Krise und das bedeute: „Im ersten Schritt jetzt steht die Stabilität der Wirtschaft im Fokus unserer Arbeit,“ so Christian Sewing in der ARD.

Christian Bender

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