Peter Fischer
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Nach der klaren Kante von Peter Fischer gegen die AfD hat sich die Partei zu Wort und wirft dem Eintracht-Präsidenten undemokratisches Verhalten vor. Dieser legt im Gespräch mit hessenschau.de nach.

Nachdem Eintracht-Frankfurt-Präsident Peter Fischer in einem FAZ-Interview verkündet hatte, keine AfD-Anhänger im Verein haben zu wollen, kritisierte der Landesverband Hessen seine Äußerungen am Donnerstagnachmittag in einer Mitteilung scharf. Fischer unterstelle der AfD „in haltloser Art und Weise Antisemitismus" und begebe sich damit „ins demokratische Abseits“, hieß es.

Im Gespräch mit dem hessenschau.de untermauerte Fischer seine Kritik an der Politik der AfD noch einmal deutlich. „Ich schäme mich für 13 Prozent der Bevölkerung, die die AfD gewählt haben. Ich will ihnen keinen Millimeter Fläche geben“, sagte er und stellte klar, dass AfD-Anhänger bei der Eintracht nicht willkommen sind: „Es gibt für die braune Brut keinen Platz. Solange ich da bin, wird es keine Nazis bei Eintracht Frankfurt geben."

Vorher hatte Fischer bereits klargemacht, dass die Ansichten der AfD nicht mit den Werten der Eintracht vereinbar seien. „Es kann niemand bei uns Mitglied sein, der diese Partei wählt, in der es rassistische und menschenverachtende Tendenzen gibt", sagte er. Der 61-Jährige, der seit 2000 Eintracht-Präsident ist und sich im nächsten Jahr erneut zur Wahl stellt, kündigte an, auf der Mitgliederversammlung gegen AfD Stellung zu beziehen. „Es verträgt sich nicht mit unserer Satzung, die AfD zu wählen."