Emil Jannings: "Der letzte Mann"

„Der letzte Mann“ gilt als Meilenstein in der Kinogeschichte und Höhepunkt des deutschen Stummfilms. Friedrich Wilhelm Murnau inszenierte die Geschichte um den gesellschaftlichen Abstieg eines Hotelportiers mit damals neuartigen Schatten-Effekten, extremen Perspektiven und Mehrfachbelichtungen.

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Nun bringt die hr-Bigband den berühmten Klassiker von 1924 erstmals in einem Filmkonzert mit neu komponierter Musik auf die Bühne: am Freitag, 13. September, um 20 Uhr im hr-Sendesaal.

Vor zwei Jahren beauftragte die UFA den erfahrenen Kinokomponisten und Posaunisten der hr-Bigband, Manfred Honetschläger, die Musik zu diesem Film für eine erweiterte Bigband-Besetzung neu zu komponieren. Das Konzert ist zugleich ein würdiger „Abspann“ für Honetschlägers Wirken in der hr-Bigband. Denn „Der letzte Mann“ wird sein letztes großes Projekt sein, bevor er sich im Dezember in den Ruhestand verabschiedet.

Der Film dreht sich um den alten Portier des Hotels „Atlantic“, der seiner prächtigen Uniform Selbstwertgefühl und Anerkennung verdankt: Vor der Drehtür des Hotels ist er stolzer Diener, der die Gäste begrüßt, zu Hause im Hinterhofmilieu ein bewunderter Mann. Doch eines Tages beobachtet der Geschäftsführer, wie schwer dem alten Portier das Hantieren mit den Koffern fällt. Er verbannt ihn daraufhin in den Keller und degradiert ihn zum Toilettenmann. In seinem Milieu wagt er nicht, den Abstieg einzugestehen. Als seine Tochter heiratet, stiehlt der Portier die Uniform, um wenigstens hier den Schein zu wahren. Doch der Schwindel fliegt auf, er wird von seinen Hausbewohnern verlacht und gedemütigt, seine Verwandten wenden sich von ihm ab. Verzweifelt zieht sich der alte Mann in den Waschraum der Hoteltoilette zurück. Doch Friedrich Wilhelm Murnau hat an diese Handlung, getrennt durch den einzigen Zwischentitel des Films, ein Happy End gesetzt: Auf der Toilette stirbt ein reicher Hotelgast in den Armen des Alten und vermacht ihm sein ganzes Vermögen. So wird aus dem "letzten Mann" ein umworbener Hotelgast.

Murnau und sein Kameramann Karl Freund nutzten für die Geschichte das damals vollkommen neue Element der "entfesselten Kamera", die zoomt und fährt, schwenkt und kreist. Diese Experimentierfreude diente jedoch nicht dem Selbstzweck, sondern dazu, die psychologische Entwicklung herauszuarbeiten und zu dramatisieren.

„Der letzte Mann“ - Filmkonzert
Manfred Honetschläger, Komposition und Leitung
Datum: Freitag, 13. September, 20 Uhr
Ort: hr-Sendesaal, Bertramstraße 8, 60320 Frankfurt
Karten: 22 Euro unter Telefon 069/155-2000 oder www.hr-ticketcenter.de

Weitere Informationen

Weitere Informationen:

www.hr-bigband.de
www.facebook.com/hrbigband
www.youtube.com/hrbigband

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Pressereferentin hr-Bigband
Isabel Schad
Telefon: +49 (0)69 155-6823
E-Mail: isabel.schad@hr.de