Anja Harteros
Anja Harteros Bild © Marco Borggreve

„Der Sommer schauert still seinem Ende entgegen. Golden tropft Blatt um Blatt nieder vom Akazienbaum“, beschrieb Hermann Hesse den Monat September in einem der Gedichte, die Richard Strauss für seine „Vier letzten Lieder“ verwendete. Mit seinem Werk stimmt die Sopranistin Anja Harteros passend zum Saisonstart am Donnerstag, 6., und Freitag, 7. September mit dem hr-Sinfonieorchester auf die kommende Jahreszeit ein.

Download

Download

zum Download Anja Harteros

Ende des Downloads

Unter der Leitung von Chefdirigent Andrés Orozco-Estrada stehen außerdem das Vorspiel zu Richard Wagners „Tristan und Isolde“ und Dmitrij Schostakowitschs 15. Sinfonie auf dem Programm.

Das Vorspiel des Musikdramas „Tristan und Isolde“ von Richard Wagner gilt als Keimzelle der modernen Musik. Die 150 Jahre alte Oper ist ein Werk ungestillter Liebessehnsucht, inspiriert von Wagners verbotener Begierde nach der Frau seines Züricher Mäzens. Danach kann das Publikum in das Lebenswerk des Spätromantikers Richard Strauss eintauchen: Seine wohl bekanntesten „Vier letzten Lieder“ komponierte er 1948 auf Anraten seines Sohnes, um die Lebensumstände der Nachkriegszeit zu verarbeiten.

Wie eine autobiografische Aufarbeitung des eigenen Komponistenlebens erklingt auch Dmitrij Schostakowitschs 15. Sinfonie, die aus lauter Höhen und Tiefen besteht. In seiner Komposition  tauchen „Tristan“ und die „Walküre“ von Richard Wagner auf, aber auch Gioacchino Rossinis Ouvertüre zu „Wilhelm Tell“. Treffend beschrieb der Musikwissenschaftler Dietmar Holland das Stück als „geblasen wie eine Feuerwehrkapelle aus Träumen Kafkas“.

Anja Harteros, 1972 in Bergneustadt geboren, zählt derzeit zu den großen Sopranistinnen. Mit ihrer eindrucksvollen Stimme gewann sie 1999 den Wettbewerb „Cardiff Singer of the World“ der BBC und der „Welsh National Opera“, die ihr rasch die Türen zu den renommiertesten Bühnen etwa in New York, Mailand, London, Paris, Zürich, Edinburgh und Tokio öffneten. Neben einigen weiteren Preisen gewann die 46-Jährige 2013 die Europamedaille sowie 2014 den internationalen Opera Award als beste Sängerin des Jahres.

Das Konzert am 7. September gibt es als Video-Livestream auf www.hr-sinfonieorchester.de sowie auf ARTE Concert (concert.arte.tv/de). Am Sonntag, 9. September, sowie am Dienstag, 18. September, sendet hr2-kultur jeweils um 20.04 Uhr eine Wiederholung.

hr-Sinfoniekonzert
Andrés Orozco-Estrada, Dirigent; Anja Harteros, Sopran
Datum: Donnerstag, 6., und Freitag, 7. September, jeweils 20 Uhr (Konzerteinführung jeweils 19 Uhr)
Ort: Alte Oper Frankfurt, Großer Saal
Karten: 54,50/44,50/ 35,50/26/17 Euro. (Bis zu 50 Prozent Ermäßigung für Schüler/Studierende/Auszubildende bis 27 Jahre) unter Telefon 069/155-2000 oder www.hr-ticketcenter.de 

Weitere Informationen

Weitere Informationen:

www.hr-sinfonieorchester.de
www.youtube.com/hrsinfonieorchester
www.facebook.com/hrsinfonieorchester

Ende der weiteren Informationen
Isabel Schad
Isabel Schad Bild © hr/Ben Knabe

Pressereferentin hr-Sinfonieorchester
Isabel Schad
Telefon: +49 (0)69 155-6823
E-Mail: isabel.schad@hr.de