Peter Eötvös
Peter Eötvös Bild © Marco Borggreve

Peter Eötvös feierte am 2. Januar seinen 75. Geburtstag. Das 2016/17 initiierte Projekt „Eötvös3“ geht damit in seine finale Runde. Wieder hat der facettenreiche Komponist und Dirigent für das hr-Sinfonieorchester ein atmosphärisch dichtes Programm entwickelt, das diesmal ganz auf seine ungarische Heimat fokussiert ist. Zusammen mit der norwegischen Geigerin Vilde Frang präsentiert er es am Donnerstag, 17. Januar, im Jungen Konzert sowie am Freitag, 18. Januar, im hr-Sinfoniekonzert in der Alten Oper Frankfurt.

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„Hätte der Herr mir Flügel gegeben, wär ich nimmer hier, wär längst schon entflogen“, heißt es in Zoltán Kodálys „Psalmus Hungaricus“. Genau solche Flügel der Freiheit hatte Peter Eötvös vor Augen, als er sein „The Gliding of the Eagle in the Skies“ komponierte. Einen Adler sah er vor sich, „hoch am Himmel gleitend, bewegungslos, mit weit gespannten Schwingen“. Er spürte, so der Komponist, „den endlosen Raum und das Gefühl vollkommener Freiheit“. Zwei Cajones, baskische Kistentrommeln, werden dafür prominent im Orchester platziert, ein Tamburin wird zum wichtigen Element.

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Solistin des ersten Bartók-Violinkonzerts ist die mitreißende norwegische Geigerin Vilde Frang, die bekennt: „Das Faszinierende an Bartók ist für mich diese einzigartige Mischung aus fast religiöser Reinheit und folkloristischer Genialität.“ Béla Bartóks 1. Violinkonzert will nicht mehr sein als ein weit ausschwingendes Liebeslied. „Dieses Werk ist so lebendig, so voller Leidenschaft, so rein und aufrichtig“, schwärmt die Geigerin Vilde Frang. „Der erste Satz ist eine der ehrlichsten Liebeserklärungen überhaupt.“

Als Deutsche Erstaufführung wird zu Beginn des hr-Sinfoniekonzerts am Freitag außerdem noch Eötvös' 2017 in Mailand aus der Taufe gehobenes Orchesterstück „Alle vittime senza nome“ erklingen – es ein Requiem zu nennen scheute er sich, sagt der Komponist, „weil ich im Andenken an Menschen anderer Kulturkreise schreibe. Deswegen habe ich mich entschieden, es ‚An die namenlosen Opfer‘ zu betiteln. Das Stück soll an die vielen arabischen und afrikanischen Menschen erinnern, die in der Hoffnung, in einer glücklicheren Welt zu landen, unwissend in überfüllte Boote gestiegen und noch vor der italienischen Küste im Meer versunken sind.“

Das Konzert am Freitag, 18. Januar, gibt es als Video-Livestream auf www.hr-sinfonieorchester.de sowie als Live-Übertragung in hr2-kultur. Am Dienstag, 29. Januar, sendet hr2-kultur um 20.04 Uhr eine Wiederholung.

Junges Konzert
Vilde Frang, Violine; István Kovácsházi, Tenor; Chorakademie Lübeck; Peter Eötvös, Dirigent
Datum: Donnerstag, 17. Januar, 19 Uhr
Ort: Alte Oper Frankfurt, Großer Saal
Karten: 17 Euro für junge Menschen bis 27 Jahre unter Telefon 069/155-2000 oder www.hr-ticketcenter.de (Erwachsene nur in Begleitung eines Kindes/Jugendlichen)

hr-Sinfoniekonzert
Vilde Frang, Violine; Peter Eötvös, Dirigent
Datum: Freitag, 18. Januar, 20 Uhr, Konzerteinführung 19 Uhr
Ort: Alte Oper Frankfurt, Großer Saal
Karten: 54,50/44,50/ 35,50/26/17 Euro (bis zu 50 Prozent Ermäßigung für Schüler/Studierende/Auszubildende bis 27 Jahre) unter Telefon 069/155-2000 oder www.hr-ticketcenter.de

Weitere Informationen

Weitere Informationen:

www.hr-sinfonieorchester.de
www.youtube.com/hrsinfonieorchester
www.facebook.com/hrsinfonieorchester

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Isabel Schad
Isabel Schad Bild © hr/Ben Knabe


Pressereferentin hr-Sinfonieorchester
Isabel Schad
Telefon: +49 (0)69 155-6823
E-Mail: isabel.schad@hr.de