Martin Helmchen

Harmonisch-inniges Miteinander und der totale Krieg: Das hr-Sinfonieorchester präsentiert das romantische Klavierkonzert in a-Moll von Robert Schumann mit dem Pianisten Martin Helmchen und die 7. Sinfonie von Dimitrij Schostakowitsch am Donnerstag, 31. Oktober, und Freitag, 1. November, in der Alten Oper Frankfurt, unter der Leitung von Klaus Mäkelä.

Download

Download

zum Download Foto: Martin Helmchen

Ende des Downloads

Am Mittwoch, 30. Oktober, steht die auch „Leningrader“ genannte Sinfonie von Schostakwitsch außerdem im Jungen Konzert des hr-Sinfonieorchesters auf dem Programm.

„Das Clavier ist auf das feinste mit dem Orchester verwebt – man kann sich das Eine nicht denken ohne das Andere“ – dies empfand schon Clara Schumann, als sie auf jenes musikalische Material blickte, das später das Klavierkonzert in a-Moll ihres Ehemanns Robert Schumann werden sollte. Heute gilt dieses Werk als der Inbegriff des romantischen Klavierkonzerts, ein beseeltes, harmonisch-inniges Miteinander.

Aber den Himmel kann es nicht geben ohne die Hölle: „So jedenfalls klingt in meinen Ohren Krieg“, hat der Komponist Dmitrij Schostakowitsch über den ersten Satz seiner 7. Sinfonie gesagt. Sie ist kein Soundtrack für ein martialisches Videospiel, sondern eine Musik, geprägt von einem echten Krieg. Später wurde sie weltweit zur „Melodie des Antifaschismus“, wie „Die Zeit“ unlängst schrieb. Entstanden ist sie 1941, als seine Heimatstadt von der deutschen Wehrmacht belagert wurde – es waren mit die grausamsten 900 Tage des Zweiten Weltkriegs. Schostakowitsch aber schrieb keine heroische Schlachtensinfonie, im Gegenteil: Es wurde ein Werk, das die Tragik und Unmenschlichkeit eines Krieges in Töne fasste. Radikal und brutal kann diese Musik klingen, aber auch verzweifelt und grotesk. Zur ersten Probe in der blockierten und ausgehungerten Millionenstadt kamen nur 15 Musiker des Orchesters, die übrigen waren bereits tot. Dennoch stemmte die Stadt eine Aufführung, sie wurde zum Symbol für den Durchhaltewillen der Leningrader, symbolisierte aber auch ihre Trauer: „Ich trauere um alle Gequälten, Gepeinigten, Erschossenen, Verhungerten. Es gab sie in unserem Land schon zu Millionen, ehe der Krieg gegen Hitler begonnen hatte“, konstatierte der Komponist. „Es geht um Leningrad, das Stalin zugrunde gerichtet hat. Hitler setzte nur den Schlusspunkt.“

Download

Download

zum Download Klaus Mäkelä

Ende des Downloads

Himmel und Hölle, Frieden und Krieg sind mit dem hr-Sinfonieorchester Frankfurt zu erleben unter Leitung des jungen finnischen Ausnahmedirigenten Klaus Mäkelä, der mit kaum 22 Jahren kürzlich zum Chefdirigenten des Oslo Philharmonic Orchestra ab der Saison 2020/21 berufen worden ist.

Das Konzert am 1. November gibt es als Video-Livestream auf www.hr-sinfonieorchester.de sowie als Live-Übertragung in hr2-kultur. Am Dienstag, 12. November, sendet hr2-kultur um 20.04 Uhr eine Wiederholung.

Junges Konzert
Klaus Mäkelä, Dirigent
Datum: Mittwoch, 30. Oktober, 19 Uhr
Ort: Alte Oper Frankfurt, Großer Saal
Karten: 17 Euro unter Telefon 069/155-2000 oder www.hr-ticketcenter.de

hr-Sinfoniekonzert
Martin Helmchen, Klavier; Klaus Mäkelä, Dirigent
Datum: Donnerstag, 31. Oktober, und Freitag, 1. November, jeweils 20 Uhr, Konzerteinführung jeweils 19 Uhr
Ort: Alte Oper Frankfurt, Großer Saal
Karten: 54,50/44,50/35,50/26/17 Euro (Bis zu 50 Prozent Ermäßigung für Schüler/Studierende/Auszubildende bis 27 Jahre) unter Telefon 069/155-2000 oder www.hr-ticketcenter.de

Weitere Informationen

Weitere Informationen:

www.hr-sinfonieorchester.de
www.youtube.com/hrsinfonieorchester
www.facebook.com/hrsinfonieorchester

Ende der weiteren Informationen

Pressereferentin hr-Sinfonieorchester
Isabel Schad
Telefon: +49 (0)69 155-6823
E-Mail: isabel.schad@hr.de