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Für den gebürtigen Berliner Burghart Klaußner war der Umzug der Familie nach München infolge des Mauerbaus traumatisch: „Das war ein Kulturschock. Wer den Dialekt nicht sprach, wurde sofort verhauen“, erzählt der Schauspieler in hr1-Talk am Sonntag, 18. November.

So habe er als damals 12-Jähriger die Mundart „sehr schnell gelernt, damit ich wenigstens aus dieser Gefahr rauskam. Ich habe dann lange Jahre von München und Bayern Abstand genommen, weil es mir ein bisschen unheimlich war“.  Heute sei er aber wieder ein „großer Freund des Bayerischen“.

Das Komplizierte ist anspornend

Burghart Klaußner identifiziert sich auch mit „schlimmen Figuren“, die er in Filmen, Serien und Hörspielen darstellt: „Wenn man Schauspieler ist, dann will man Partei nehmen für Menschen“, sagt er. „Das gilt nicht nur für gute Figuren. Ohne Parteinahme bleibt das Ganze völlig uninteressant. An der Oberfläche. Comicstrip.“ Schwierige Charaktere sind für Klaußner eine positive Herausforderung: „Das Komplizierte an ihnen ist anspornend. Da hat man mehr daran zu knacken, das ist dann oft interessanter.“ Ein „steter Begleiter seit der Kindheit“ ist aber ein personifizierter Held des Guten: „Micky Maus, bis heute.“

Leber und Bananensuppe

Von seiner Arbeit erholt sich Burghart Klaußner beim Segeln auf der Ostsee oder er isst eines seiner vielen Leibgerichte: Leber Berliner Art, Räucherlachs, Bananensuppe, „das machte meine Oma früher, kennt man gar nicht mehr“. Oder er schreibt, seine neueste Passion. Sein Debütroman „Vor dem Anfang“ ist im September erschienen. 

Burghart Klaußner (69) gilt als einer der profiliertesten deutschen Schauspieler, bekannt als Darsteller des Nazijägers und Frankfurter Generalstaatsanwalts Fritz Bauer oder als sadistisch-sittenstrenger Geistlicher im oscar-nominierten Drama „Das weiße Band“.

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Sendung und Podcast

Das ganze Gespräch mit Burghart Klaußner und Moderator Uwe Berndt sendet hr1 am Sonntag, 18. November, von 10 bis 12 Uhr. Der „hr1-Talk“ kann auch als Podcast abonniert werden: www.hr1.de.

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Hartmut Hoefer
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