hr1-Moderator Thomas Koschwitz mit Rainer Ballwanz (re.).

50 Tage dauerte die Atlantik-Überquerung von Rainer Ballwanz, York Hovest und Andreas Stollreiter in einem Ruderboot. Erstmals nach seiner Rückkehr aus Barbados spricht Ballwanz bei „Koschwitz am Morgen“ über Einsamkeit, acht Meter hohe Wellen und eine unheimliche Begegnung bei Nacht.

„Ein bisschen rauere See“

„Eigentlich haben wir da draußen nix verloren, und schon gar nicht in so einem kleinen Ruderboot“, sagt der Frankfurter in seinem ersten Interview nach der Rückkehr von der 50-tägigen Strapaze. Im Wetterbericht war nur „ein bisschen rauere See für zwei, drei Tage“ angekündigt gewesen, doch „dann kamen wir in einen ehrlichen Sturm, wo die acht Meter hohen Wellen gefühlt noch deutlich höher waren“, zumal in einem Boot von gerade mal 9,20 Meter Länge.

Nicht zum Helden geboren

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zum Download Thomas Koschwitz (l) und Rainer Ballwanz (r)

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„Die Gewalt dieses Meeres ist schon unfassbar, und man muss wirklich dort gewesen sein, um das zu spüren. Wir hatten eine Menge Sturm und eine Menge Dinge, die man sich so nicht wünscht. Das Einzige, was wir nicht hatten, war ein Hurricane, aber da bin ich auch ganz froh, denn zum Helden bin ich nicht geboren.“

Mystische Walverwandtschaften

In einer besonders dunklen Nacht habe er plötzlich „das Atemgeräusch wirklich großer Wale“ gehört, berichtet Ballwanz. „An der Art der Atmung und der Tiefe dieses Geräusches hat man ein Gefühl dafür, wie groß diese Tiere sind. Sie waren unterm Boot, sie waren neben uns, aber wir konnten sie nicht sehen, nur schemenhaft, und das hat schon was beeindruckendes, sehr Mystisches.“ Die Urangst vor einer Wal-Attacke à la Moby Dick erwies sich zum Glück als unbegründet.

Die Stürme, die Sterne und die Begegnung mit den „fürchterlich friedlichen Tieren“ werden ihm für immer im Gedächtnis bleiben, sagt Rainer Ballwanz, der mit „Demut“ in den Alltag zurückgekehrt ist, aber noch einmal würde er die Reise im Ruderboot nicht machen: „Never, ever!“

Weitere Informationen

Sendung und Podcast

Das Interview mit Rainer Ballwanz bei „Koschwitz am Morgen“ sendete hr1 am Mittwoch, 29. Januar. Weitere Informationen unter: www.hr1.de

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Christian Arndt


Pressereferent Hörfunk & Orchester
Christian Arndt
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