Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier

Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier weist in hr1 Kritik an möglicherweise zu schnellen Lockerungsmaßnahmen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie zurück. Außerdem erklärt er im Live-Interview, warum der Fußball wieder so zeitig rollen darf.

Die Pandemie sei noch nicht überwunden, so Bouffier, aber „wir haben eine Entwicklung, die unser Gesundheitssystem nicht überfordert“. In Hessen habe man immer situationsbedingt und „in Stufen“ reagiert. „Wir waren in Hessen die einzigen, die das Abitur geschrieben haben.“ Diese „Stück für Stück“-Linie werde man nun in Richtung eines „halbwegs normalisierten Lebens“ fortsetzen: „Ich freue mich für die Menschen und freue mich für mich selbst.“

Allerdings könne niemand „mit Sinn und Verstand“ eine zweite Infektionswelle ausschließen, räumte der Ministerpräsident in hr1 ein. Entscheidend bei allen weiteren Schritten sei immer die zwingende Einhaltung der Abstands- und Hygienevorschriften.

 Fußballer „gehen zur Arbeit wie alle anderen auch“

Bedenken, dass die Reihenfolge der Lockerungsmaßnahmen nicht logisch sei, teilte Volker Bouffier im Gespräch mit Tim Frühling nicht. Dass zum Beispiel die Gastronomie vor den Kitas öffnen dürfe, „ergebe sich aus der Sache.“ Dreijährige könnten die Vorschriften nicht einhalten.

Zum Thema Geisterspiele in der Bundesliga ab 15. Mai sagte Bouffier: „Die Bundesliga ist wie der übrige Profisport ein Wirtschaftsbetrieb!“ Die Fußballer gingen „zur Arbeit wie alle anderen auch, denen wir das erlaubt haben. Und wenn die Fußballer die Hygienevorschriften einhalten, dann können wir denen das beim besten Willen nicht verbieten“.

 

Hartmut Hoefer

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