hr2-Hörspielproduktion "Leb wohl, Berlin"

Die Fachjury des „Preises der deutschen Schallplattenkritik" hat abgestimmt und die hr2-Adaption von Christopher Isherwoods Roman „Leb wohl, Berlin“ als „Bestes Hörbuch“ auf die vierteljährliche Bestenliste gesetzt.

Die Bestenlisten enthalten die besten und interessantesten Neuveröffentlichungen der vorangegangenen drei Monate. Bewertungskriterien sind künstlerische Qualität, Repertoirewert, Präsentation und Klangqualität.

Das weltoffene, lebenshungrige, sexuell freizügige, dekadente Berlin

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zum Download Cover Hörspiel "Leb wohl, Berlin"

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„Leb wohl, Berlin“ geht mit den Hörer*innen auf eine Zeitreise in das Berlin der 1920er und 1930er Jahre: Wie durch ein Kameraobjektiv nimmt Christopher Isherwood die letzten Tage vor der „Machtergreifung“ durch die Nationalsozialisten in Berlin wahr. Er porträtiert in seinen blitzlichtartigen Gesellschaftsminiaturen Menschen, die er in und um die Pension des schrulligen Fräulein Schröder trifft: junge Männer auf der Suche nach Lebens- und Liebesglück, Künstlerinnen auf Abwegen – unter ihnen die verrückt-leichtsinnige Sally Bowles – sowie eine jüdische Familie aus der Berliner Hautevolee, die in ihrem Lebenshunger die Augen vor dem nahenden Unglück verschließt. Denn die Zeichen sind nicht mehr zu übersehen: Die Nazis gewinnen mehr und mehr an Zustimmung in der Bevölkerung der fragilen Weimarer Republik. „Leb wohl, Berlin“ – ein bittersüßer Abgesang auf diese untergehende Welt.

Literarisches Kaleidoskop trifft auf Zeitdokumente

Die Bearbeitung von Heinz Sommer verwebt Isherwoods Berlin-Kaleidoskop mit O-Tönen und Zeitungsmeldungen aus der Zeit. So wird das sehr persönliche Gesellschaftspanorama des Romanautors um eine politisch-historische Dimension erweitert.

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Soundtrack von der hr-Bigband

Für noch mehr Atmosphäre sorgen Jörg Achim Keller und die hr-Bigband. Gemeinsam haben sie eine musikalische Suite komponiert und aufgenommen, die vom Schlager über Hot-Jazz-Stilistiken bis zu neuen Klängen den Tanz auf dem Vulkan zu einem einzigartigen, geschlossenen Soundtrack verbindet.

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Sprecher*innen und Regie

Ein wunderbares Ensemble von Schauspieler*innen hat sich für die Umsetzung des Stoffes unter der Leitung von Leonhard Koppelmann zusammengefunden, um diesen emotionsprallen Stoff zum Leben zu erwecken. Mit dabei sind Christopher Nell (als der junge Christopher Isherwood), Mathieu Carrière (als sein älteres Autoren-Alter-Ego), Laura Maire (als Sally Bowles) und Barbara Philipp (als Fräulein Schröder).

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Das Hörbuch

„Leb wohl, Berlin" aus dem Hörverlag ist im Handel erhältlich. ISBN: 978-3-8445-3631-7

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Der „Preis der deutschen Schallplattenkritik"

Der Verein ist ein unabhängiger Zusammenschluss von derzeit 156 Musikkritiker*innen und Journalist*innen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Organisiert in 32 Fachjurys, prüfen die Juror*innen Quartal für Quartal das Angebot neuer Tonträger in 32 Sparten, von der Symphonik über die Oper bis zum Hörbuch, vom Kabarett über Popmusik bis zum Jazz. Sie veröffentlichen vierteljährlich Bestenlisten, außerdem verleihen sie Jahres- und Ehrenpreise sowie einmal jährlich die „Nachtigall“.


Pressereferentin
Isabel Schad
Telefon: +49 (0)69 155-6823
E-Mail: isabel.schad@hr.de