Magda Woitzuck ist die Autorin des preisgekrönten Hörspiels "Xerxes"

Mit "Xerxes und die Stimmen der Finsternis" gewinnt eine Koproduktion von hr2 und Ö1 den renommierten Preis des Festivals "Prix Marulić". Eine Woche lang waren 41 Produktionen aus 17 Ländern in voller Länge vor Publikum und Jury präsentiert worden, bei der Preisverleihung stand "Xerxes" dann in der Kategorie Drama als Gewinner fest.

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Foto: Autorin Magda Woitzuck

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Hörspielchefin Cordula Huth hat den Hessischen Rundfunk (hr) auf "diesem internationalen Festival für Audiokunst" im Theater von Hvar (Kroatien) vertreten und freut sich über die mit dem Preis verbundene "wunderbare Würdigung für das gesamte Team und auch für unseren Produktionsstandort in der Mitte Deutschlands". Die Konkurrenz unter den insgesamt 15 nominierten Produktionen aus acht Ländern sei "sehr anspruchsvoll" gewesen, die Shortlist reflektiere die hohe Qualität der europäischen Szene.

Das aufwändig produzierte Hörspiel war – auch pandemiebedingt – 2021 unter Federführung des hr größtenteils in den Studios des ORF in Wien entstanden. Das Manuskript stammt von Magda Woitzuck, die 2018 für "Die Schuhe der Braut" mit dem Deutschen Hörspielpreis der ARD ausgezeichnet worden war. Inszeniert und komponiert hat Regisseur Peter Kaizar mit sechs Schauspielerinnen und Schauspielern in insgesamt 53 Rollen. Für Dramaturgie und Redaktion zeichnete Leonhard Koppelmann verantwortlich.

Die Handlung: Im Jahr 519 v. Chr.erblickt ein Junge das Licht der Welt, dessen Namen man noch Jahrtausende später kennen wird: Xerxes – der spätere persische Großkönig. Eine Menge Dinge zeichnen ihn aus: seine Taten, seine Untaten und der Umstand, dass man die Namen vieler Frauen aus seinem Umfeld kennt. Eine Archäologin gräbt aus und erzählt dabei, sie wirft von Xerxes’ Leben einen Stein übers Wasser zu anderen Leben und lässt ihn der Gegenwart entgegen durch die Zeit springen.

In knapp 75 Minuten jagt die akustische Zeitreise von Jesus’ Kreuzigung zum apokalyptischen Pestausbruch von 1347, von der "Entdeckung" Amerikas bis hin zur Verbannung der Frauen aus Kirchenchören. Ersetzt wurden die Frauen durch die Stimmen von Soprankastraten, die fortan in keiner Oper fehlen durften, so auch nicht in Georg Friedrich Händels berühmter Arie "Ombra mai fu" aus seiner Oper "Xerxes" (1738).

Der Prix Marulić ist einer der international renommiertesten Hörspielpreise. Nominiert werden können ausschließlich Produktionen, die auf Texten und Stoffen basieren, die vor der Erfindung des Radios entstanden sind. Das Festival und die Preisverleihung werden seit 1997 vom Kroatischen Rundfunk ausgerichtet. 2022 waren 41 Produktionen aus 17 Ländern auf den Shortlists in den Kategorien Drama (Hörspiel), Dokumentation (Feature) und Short Form vertreten, also jene Produktionen, die dem Publikum historische Themen besonders lebendig und auf zeitgenössische Weise nahebringen.

Besetzung:

Alina Fritsch (Archäologin / Amestris) 
Regina Fritsch (Atossa / Amestris / Dorothea Händel) 
Eva Mayer (Hebamme / Artemisia / Die Magd Greta u.a.) 
Till Firit (Dareios / Reitlehrer / Leonidas / G.F. Händel / Goethe u.a.)  
Wolfram Berger (Xerxes / Kardinal 1 / Vater Händel / Caffarelli / Nietzsche 2 u.a.) 
Michael Smulik (Arto / Touristenführer / Schiller / Spartaner / Vespucci u.a.) 

Weitere Informationen

Online-Angebot

"Xerxes und die Stimmen der Finsternis" ist in der ARD Audiothek und im Podcastchannel auf hr2.de zu hören.

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Christian Arndt


Pressereferent hr4 und hr-iNFO
Christian Arndt
Telefon: +49 (0)69 155-5864
E-Mail: christian.arndt@hr.de