Sänger Johannes Oerding

„Wir wissen alles überall. Doch viel zu wenig über uns. Und dieses bisschen wird dann noch geteilt.“ So lauten die ersten Zeilen des neuen Songs „Anfassen“ von Sänger und Songwriter Johannes Oerding. Im hr3-Interview sagt der 38-Jährige, was er über die Digitalisierung im Alltag denkt.

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„Ich hinterfrage kritisch den Wandel vom echten Leben in die digitale Welt, die uns bindet“, so der Sänger und Songwriter. „Ich habe festgestellt, dass ich mich öfter zwingen muss, da herauszukommen, um das echte Leben zu sehen und um zu verstehen, für was man das alles macht.“

Als Beispiel nennt er in hr3 das Dokumentieren von Momenten auf Fotos und in Videos. Man solle einen persönlichen Moment auch einmal bewusst nicht festhalten. „Es ist wichtig, sich einfach zu sagen, ich mache gar kein Foto. Ich versuche, das im Herzen und Kopf abzuspeichern“, so Johannes Oerding. Der Musiker weiter: „Bei Live-Mitschnitten von Konzerten frage ich mich häufiger: Wer guckt sich das alles danach noch an?“

Johannes Oerding ergänzt: „Ich verteufele die Entwicklung nicht komplett und will nicht der Oberlehrer sein und den Zeigefinger heben. Ich entdecke dieses Verhalten zu allererst bei mir.“ Er sieht auch die positiven Aspekte. „Die Digitalisierung bringt uns auch gute Sachen: Man lernt weltweit Dinge und Menschen kennen, die man vielleicht ohne das alles nicht kennengelernt hätte.“

Sebastian Huebl, Pressereferent

Pressereferent hr3 und YOU FM
Sebastian Hübl
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