Kai Klose

„Niemand will, dass wir wieder in stärkere öffentliche Beschränkungen hinein müssen“, sagte der hessische Sozialminister Kai Klose heute morgen in hr3, und erklärte zugleich, dass die meisten der „gestern beschlossenen Maßnahmen in Hessen bereits Realität“ seien.

Er teile die Einschätzung der Virologen, dass im Herbst „die Zahl der Infektionen auch wieder steigen kann“, sagte Klose in der hr3 Morning Show. Die am Donnerstag zwischen Bund und Ländern beschlossenen Schutz-Maßnahmen stellten Hessen vor keine großen zusätzlichen Herausforderungen: „Aus unserer ersten Analyse sind die allermeisten Dinge, die da beschlossen wurden, in Hessen bereits Realität, aber es sollte uns daran erinnern, mitzuhelfen, dass die Infektionszahlen nicht weiter steigen.“

Auf die Frage, ob er sich über die geplanten Demonstrationen gegen die Corona-Beschränkungen ärgere, sagte Klose: „Jeder kann glücklicherweise in unserem Land seine Meinung kundtun und auch demonstrieren, aber eben unter den Bedingungen, die uns durch das Virus aufgegeben werden, und davon kann sich niemand befreien. Das ist ja keine staatliche Willkür, sondern es geht darum, den Gesundheitsschutz der Bevölkerung durchzusetzen.“

Ein halbes Jahr nach der ersten bekannten Corona-Infektion in Hessen würdigte Sozialminister Klose in hr3 das Engagement des medizinischen Personals, der Beschäftigten in den Pflegeberufen und in allen systemrelevanten Berufen: „Mich beeindruckt, wie alle Beteiligten bis an den Rand ihrer Kräfte gehen, um dieses Virus in Schach zu halten.“

Christian Arndt

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