Michael Roth (SPD), Bundestagsabgeordnete aus Bad Hersfeld und Staatsminister für Europa im Auswärtigen Amt
Michael Roth (SPD), Bundestagsabgeordnete aus Bad Hersfeld und Staatsminister für Europa im Auswärtigen Amt Bild © hr/van Bebber

Michael Roth (SPD), Bundestagsabgeordnete aus Bad Hersfeld und Staatsminister für Europa im Auswärtigen Amt, schildert in hr4 seine Eindrücke über die SPD.

„In den vergangenen Wochen hatten ja nicht wenige den Eindruck gehabt, zu denen gehörte auch ich, dass man mit einer Politik der kleineren und größeren Nadelstiche versucht, eine unliebsame Parteivorsitzende wegzuputschen oder wegzumobben. Das hat uns allen nicht gut getan, dafür zahlen wir jetzt auch einen hohen Preis.“

Er hoffe, dass sich die SPD nicht selbst zerstöre und appelliert an die Werte der Sozialdemokraten. Dazu gehörten Anstand, Solidarität und Gemeinsinn. „Die SPD muss es schon anständig machen, und sie muss vor allem anständig mit sich selbst und anderen umgehen“, findet der Bad Hersfelder Politiker.

Nach der heutigen SPD-Vorstandssitzung ist sein Fazit: „Ich hatte den Eindruck, dass alle wissen, was die Stunde geschlagen hat. Natürlich habe auch ich nicht auf jede Frage schon eine zukunftsweisende Antwort aber viele Chancen werden wir nicht mehr bekommen.“ Ihm gehe es vor allem um Haltung und Umgang. „Wir zweifeln an uns, und wir verzweifeln an uns. Unsere Gegner sollten nicht denken, dass das die letzte Stunde ist, die geschlagen hat, aber die Lage ist existenzbedrohend“, sagt Roth in hr4.

Isabelle Dollinger
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