Sybille Waury bei der Feier zum 30. Jubiläum der "Lindenstraße"

34 Jahre lang war sie „Tanja Schildknecht“ in der „Lindenstraße“. Zum letzten Drehtag sprach Sybille Waury in hr4 über die Serie, die nun „beerdigt“ wird. Ihre Rückschau fällt aber nicht zu traurig aus, denn "wir leben alle weiter" und feiern zum Drehschluss ein rauschendes Fest.

Was die Serie für sie besonders auszeichnet, ist ein zwar „überzogenes, aber sehr in dieser deutschen Wirklichkeit verankertes Weltbild“, das „immer humanistisch geprägt war und davon ausging, dass jeder Mensch eine Berechtigung hat, hier zu leben“, unabhängig von Religion, Ethnie oder sexueller Orientierung. Und lange vor „Big Brother“ habe die „Lindenstraße“ ihren Zuschauern den „Schlüsselloch-Guck-Effekt“ ermöglicht, also „dass man mal gucken konnte, wie die Nachbarn sich so benehmen“.

„Seit ich fünfzehn bin, kein Leben ohne Lindenstraße“

Auf die Frage von hr4-Moderatorin Inka Gluschke, wie es für sie persönlich weitergehe, hat Sybille Waury noch keine eindeutige Antwort parat: „Da bin ich mal sehr gespannt, denn seit ich fünfzehn bin, hatte ich kein Leben ohne Lindenstraße“. Aber jetzt sei es vorbei, und obendrein seien ihre Kinder so gut wie aus dem Haus.

Sie freut sich also auf den neuen Lebensabschnitt, aber so ganz ohne Tanja Schildknecht will sie nicht sein, und das muss sie auch nicht: „Mein Mann war ja Drehbuchautor bei der Lindenstraße, und den habe ich dazu verdonnert, dass er mir jedes Jahr zu Weihnachten einen Brief von Tanja schreibt, damit ich weiß, wie es mit ihr weitergeht.“

„Das größte, beste und schönste Weihnachtsfest“ zum Drehschluss

Auf die Frage, ob denn nach dem letzten Drehtag alles sang- und klanglos vorüber sei, antwortet Sybille Waury mit einem Lachen: „Nee, überhaupt nicht! Wir waren ja noch nie leise, und deswegen gibt es heute Abend das größte, beste und schönste Weihnachtsfest, das wir je gefeiert haben. Die letzte Klappe fällt, und wir werden dann direkt in Köln-Bocklemünd – da wo auch gedreht wird – weiterfeiern, und ich bin gespannt, wie lange gefeiert wird, denn natürlich will keiner freiwillig dieses Gelände verlassen.“

Christian Arndt


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