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Der leibliche Vater der getöteten Susanna hat die Ermittlungsarbeit der Polizei kritisiert. In hr-iNFO sagte er, die Polizei sei nach der Vermisstenmeldung vor fast drei Wochen zu lange untätig geblieben.

Der 55-Jährige bemängelte, die Polizei habe nicht geholfen, sondern die Schuld an Susannas Verschwinden der Mutter gegeben. Deshalb habe er Susanna auf eigene Faust gesucht – vor allem an Flüchtlingsheimen in Wiesbaden-Erbenheim. Dort habe er Fotos seiner Tochter verteilt und um Hinweise an ihn oder die Polizei gebeten. Es sei klar gewesen, dass Susanna seit drei Monaten Kontakt zu einem Jungen aus einer Flüchtlingsunterkunft gehabt habe.

Der in Wiesbaden lebende Vater ist nach eigenen Angaben seit Jahren von Susannas Mutter getrennt, stand aber zuletzt in engem Austausch mit ihr. Er bekräftigte die Kritik, die Susannas Mutter schon vor einigen Tagen auf ihrer Facebookseite in einem offenen Brief an Bundeskanzlerin Merkel geäußert hatte. Dort beklagte sie, sowohl von der Polizei als auch von Medien im Stich gelassen worden zu sein. Der Wiesbadener Polizeipräsident Müller hatte auf einer Pressekonferenz gestern erklärt, bei dem Fall habe zunächst der „kriminalistische Anfasser“ gefehlt, also ein konkreter Tatverdacht.

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