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Der außenpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Nils Schmid, hat die Entscheidung von US-Präsident Trump, das Atomabkommen mit dem Iran aufzukündigen, kritisiert. Schmid sagte in hr-iNFO: „Es ist nicht nur in der Sache eine falsche Entscheidung, sondern es ist auch ein schwerer Rückschlag für die Beziehungen Europas zu den USA.“

Das Abkommen sei ein großer Erfolg europäischer Außenpolitik und habe nach vielen Jahren dazu geführt, den Iran in ein internationales Abkommen einzubinden.

Die Hoffnung sei jetzt, dass der Iran besonnen reagiere. Und die Europäer müssten an dem Abkommen festhalten. Schmid in hr-iNFO: „Wir sollten den Amerikanern klar signalisieren, dass wir auch nicht bereit sind, erneut wirtschaftliche Sanktionen von europäischer Seite zu verhängen.“ Sollte der Iran jedoch ebenfalls aus dem Abkommen aussteigen, werde es schwierig. „Dann ist die Alternative nur noch, dass wir entweder den Iran als Atommacht akzeptieren oder auf militärische Lösungen ausweichen, die allerdings in der Vergangenheit zu Recht verworfen worden sind.“

Der amerikanische Präsident Trump hatte gestern das Atomabkommen mit dem Iran gekündigt. Zentraler Punkt des Atomabkommens: Der Iran nutzt die Atomenergie nur noch für zivile Zwecke.

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