Platzhalterbild PM Hörfunk
Bild © hr/Ben Knabe/Grafik

Friedensnobelpreisträger Muhammad Yunus spricht sich im hr-iNFO-Interview klar gegen die Idee des bedingungslosen Grundeinkommens aus. „Wir wollen keine Gesellschaft werden, in der wir alle Bettler sind.“

Das bedingungslose Grundeinkommen sei deshalb keine Lösung, um dem Arbeitsplatzabbau durch Digitalisierung zu begegnen. Die Technologie sollte uns helfen, unsere Ziele zu erfüllen und nicht unsere Zukunft rauben, findet Yunus. Derzeit wird auf politischer Ebene überlegt, ob ein Grundeinkommen ein sinnvolles Mittel zur Armutsbekämpfung und eine Antwort auf die fortschreitende Digitalisierung wäre.

Handlungsbedarf sieht er auch beim klassischen Kapitalismus. „Wenn wir unser Wirtschaftssystem nicht umstellen, dann ist die Menschheit 2050 spätestens am Ende“, sagt der Friedensnobelpreisträger. Als Lösung plädiert er für soziale Unternehmen, die ohne Profit arbeiten. In Zukunft müsse jeder zum Unternehmer werden.

Besonders in der Verantwortung sieht er Großspender wie Bill Gates und Warren Buffet. „Es ist besser, das Geld in soziale Unternehmen zu investieren, statt es einfach nur zu spenden.“ Bei Spenden könne das Geld nur einmal verwendet werden, im sozialen Unternehmen könne es arbeiten und unendlich oft verwendet werden. „Das ist die Botschaft, die ich jedem mit auf dem Weg gebe, der sein Geld spendet“, betont er.   

Hartmut Hoefer und Isabelle Dollinger
Bild © hr/Ben Knabe

Pressereferenten hr-iNFO
Hartmut Hoefer / Isabelle Dollinger
Telefon: +49 (0)69 155-5012
E-Mail: hartmut.hoefer@hr.de
Telefon: +49 (0)69 155-3558
E-Mail: isabelle.dollinger@hr.de