Thomas Schäfer
Finanzminister Thomas Schäfer (CDU) Bild © picture-alliance/dpa

Der hessische Finanzminister Thomas Schäfer hat Vorwürfe zurückgewiesen, das Land habe sich mit Zinssicherungsgeschäften verspekuliert. In hr-iNFO sagte er: „Nur 20 Prozent unserer Verschuldung haben wir derart abgestützt, um Planungssicherheit zu haben. Das macht jeder Häuslebauer auch so.“

Nach den Worten Schäfers handelt es sich um eine Versicherungsprämie. „Bleiben die Zinsen niedrig, so haben wir die Prämie zu viel gezahlt. Steigen sie hingegen, dann haben wir einen Vorteil. Die wirklichen Risiken können erst am Ende der insgesamt 40-jährigen Laufzeit dieser Absicherung genannt werden.“ Einen Fehler würde er zugeben, sagte Schäfer weiter, man habe allerdings keinen gemacht. „Das Land hat verantwortlich gehandelt.“

Die Zeitung „Welt am Sonntag“ hatte Kalkulationen des Hessischen Landesrechnungshofes zitiert, denen zufolge das Land bereits jetzt 375 Millionen Euro an Zusatzkosten für die Zinssicherungsgeschäfte tragen müsse. Diese Aussage wies Finanzminister Schäfer in hr-iNFO zurück: „Das sind Momentaufnahmen einer jetzigen Berechnung. Die 40-jährige Zinsbindung haben wir gewählt, weil sie günstiger war als eine kürzere Laufzeit.“

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