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In hessischen Nagelstudios gibt es gravierende Hygienemängel. Das ergab eine Umfrage von hr-iNFO unter den Gesundheitsämtern der größten hessischen Städte. In Wiesbaden, Kassel und Darmstadt wurden bei fast allen kontrollierten Studios Mängel festgestellt.

Dazu gehörten zum Beispiel unsaubere und nicht desinfizierte Instrumente, unsaubere Arbeitsflächen oder fehlender Mundschutz und fehlende Handschuhe für Mitarbeiter. Ein häufiges Problem waren fehlende Hygienepläne oder die Beschäftigung von Mitarbeitern ohne den gesetzlich vorgeschriebenen Sachkundenachweis.

Insgesamt gibt es in den zehn größten hessischen Städten ca. 1350 Nagelstudios. Etwa 350 von ihnen wurden in den vergangenen zwei Jahren kontrolliert. Dabei wurden bei etwa der Hälfte (177) Hygienemängel festgestellt. In Wiesbaden wurden zwei, in Kassel neun Studios deshalb vorübergehend geschlossen.

An der Umfrage teilgenommen haben die für Wiesbaden, Kassel, Darmstadt, Offenbach, Hanau, Gießen, Marburg, Fulda und Rüsselsheim zuständigen Gesundheitsämter. Das Frankfurter Gesundheitsamt hatte vor kurzem eigene Ergebnisse veröffentlicht. Demnach waren die Mängel bei etwa 30 Prozent der kontrollierten Studios so gravierend, dass sie zeitweilig geschlossen werden mussten.

Verwendbar bei Quellenangabe hr-iNFO

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