Das alte Sozialministerium in Wiesbaden
Das alte Sozialministerium in Wiesbaden Bild © Volker Siefert (hr)

Die geplante Sanierung des früheren hessischen Sozialministeriums stößt wegen möglicher Gesundheitsrisiken auf Kritik. Nach Recherchen von hr-iNFO geht es um die Art der Wärmedämmung.

Wie der Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen (LBIH) auf Anfrage mitteilte, soll das Gebäude auf der Innenseite der Fassade gedämmt werden. Nach Ansicht von Bauexperten kann dies zu Feuchtigkeitsbildung führen. „Eine Innendämmung ist nur in ganz seltenen Fällen das Mittel der Wahl“, sagt Prof. Ludger Bergrath von der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes. Die Nachteile seien neben höherer Kosten mögliche Erkrankungen der Atemwege durch Schimmel.

Der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft Landesverband Hessen, Lars Maruhn, warnt vor möglichen Folgen für die Gesundheit der Polizei-Mitarbeiter. Nach Informationen von hr-iNFO soll das Gebäude künftig unter anderem vom angrenzenden LKA genutzt werden. Es gebe Gespräche mit der Polizeiführung, in der diese auf mögliche Risiken hingewiesen werde, so Maruhn in hr-iNFO.

Der LBIH erklärt dagegen, dass bei einer „sachverständig ausgeführten Innendämmung“ keine gesundheitlichen Risiken zu erwarten seien.

Für die Sanierung des Gebäudes, das einem privaten Investor gehört und vom Land nur gemietet wird, sind im aktuellen Haushalt 19 Millionen Euro vorgesehen. Die Kostenübernahme durch das Land ist heute (Mittwoch) Thema im Haushaltsausschuss des Hessischen Landtags.

Weitere Informationen

Rückfragen an:

Andreas Gielen (fs), Desk Information Hessenaktuell, Telefon: 069 / 155 2174, desk-information-hessenaktuell@hr.de

Ende der weiteren Informationen