Die Landesvorsitzenden Philip Krämer und Sigrid Erfurth von Bündnis 90 / Die Grünen

Sigrid Erfurth und Philip Krämer, die neuen Landesvorsitzenden der hessischen Grünen, raten Kultusminister Alexander Lorz zu mehr Gelassenheit im Umgang mit „Fridays for Future“. In der hr-iNFO-Sendung „Das Interview“ betonen sie, die Schülerproteste seien wichtig.

Natürlich gebe es eine geltende Schulpflicht, sagte Philip Krämer in hr-iNFO. Es sei aber für die Grünen und die Politik allgemein wichtig, dass sich Jugendliche mit politischen Fragen beschäftigten und sich lautstark dazu äußerten – auch auf Demonstrationen. Dies sei eine wichtige Entwicklung, weil es derzeit eine starke Willensbildung bei jungen Menschen gebe, auf der die Politik aufbauen könne.

Erfurth erinnert an frühere Schülerstreiks

Auch Sigrid Erfurth riet Lorz zu „mehr Gelassenheit“, denn es sei ja nicht so, dass jeder Schüler an jedem Freitag weg sei. Auch sie selbst habe sich vor vielen Jahren an Schulstreiks beteiligt. Minister Lorz hatte bei den Anhängern von „Fridays for Future“ zu Beginn der Sommerferien Verärgerung ausgelöst. In einem Interview hatte er die Schülerinnen und Schüler aufgefordert, ihre Demonstrationen nach den Ferien zu beenden. Sie hätten schließlich ihr Ziel erreicht. Der grüne Landesvorsitzende Krämer sagte dazu wörtlich: „Das sind die Spielräume, die man in einer Koalition hat, um seine eigene Klientel zufriedenzustellen“.

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