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Der Geschäftsführer des Verbandes Allianz pro Schiene, Dirk Flege, lehnt Fahrpreiserhöhungen bei der Bahn ab. Damit widersprach er dem Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Enak Ferlemann.

In hr-iNFO sagte Flege: „Wenn die Politik die Preise diktiert, kann man sich die Aktiengesellschaft Bahn gleich schenken und wieder eine Behördenbahn draus machen.“ Ferlemann verstoße mit seiner Forderung nach Preiserhöhungen gegen die unternehmerische Unabhängigkeit der Bahn AG. Diese sei im Zuge der Bahnreform 1994 festgelegt worden. Bahnfahrkarten seien seit 2010 um 16 Prozent teurer geworden, das Autofahren nur um 8 Prozent. Flugreisen seien sogar billiger geworden“, so Flege weiter. „Ausgerechnet Staatssekretär Ferlemann fordert nun Preiserhöhungen bei dem ökologischen Verkehrsmittel Bahn.“

Die Bundesregierung wolle gemäß Koalitionsvertrag die Zahl der Bahn-Fahrgäste bis 2030 verdoppeln. „Wie man da gegen Sonderangebote der Bahn sein kann, erschließt sich mir überhaupt nicht. Angesichts dieses Hü und Hott in der Bahnpolitik kann einem der Vorstand der Bahn AG fast leid tun.“

Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Enak Ferlemann, hatte in einem Zeitungsinterview gefordert, die Bahn solle ihre Fahrkartenpreise erhöhen und Sonderangebote reduzieren. Mit den Einnahmen solle das Schienennetz ausgebaut werden. Das Verkehrsbündnis Allianz pro Schiene will den Bahnverkehr in Deutschland fördern. Es vertritt mehrere Unternehmen, Verbände und Gewerkschaften aus der Branche.

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