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Seit knapp drei Monaten leitet Beate Hofmann als Bischöfin die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck. In der hr-iNFO-Sendung „Das Interview“ spricht sie über Weihnachten, die Rolle der Kirche in der Gesellschaft, über sexualisierte Gewalt, den Mord an Walter Lübcke und das Engagement der EKKW bei der Seenotrettung Geflüchteter im Mittelmeer.

Am 29. September wurde Beate Hofmann in das Amt der Landesbischöfin eingeführt. Am selben Ort, der Kasseler Martinskirche, hatte wenige Monate zuvor auch die öffentliche Trauerfeier für Walter Lübcke stattgefunden, den mutmaßlich von einem Rechtsextremen ermordeten Regierungspräsidenten. Unter dem Eindruck der Ereignisse initiierte die Bischöfin gleich nach ihrem Amtsantritt einen Runden Tisch gegen Rechtsextremismus. Denn „Menschen, die eingeschüchtert und mit Shitstorms überzogen werden“, gelte es „zu unterstützen, zu begleiten und schützen“. Auch die Auseinandersetzung mit jenen, „die im kirchlichen Raum rechtes Gedankengut vertreten“, sieht sie als zentrale Aufgabe und Chance, denn nur wenige Organisationen böten wie Kirche den Raum, sich gegenseitig „auf Perspektiven und Erfahrungen einzulassen, die vielleicht auch Einstellungen verändern können“.

„United 4 Rescue“ – humanitäre Hilfe und gesellschaftliche Relevanz

Im Gespräch mit hr-iNFO-Redakteur Christoph Scheld erklärte Bischöfin Hofmann auch den Beschluss der EKKW, „sich dem Aktionsbündnis United 4 Rescue anzuschließen, um politisch für das völkerrechtlich verankerte Recht auf Seenotrettung einzutreten. Damit ermutigen wir Menschen auch, für den Verein zu spenden, der dieses Schiff schickt.“ Sie betont aber, dass hierfür keine Kirchensteuermittel aufgewendet werden.

„Advent ist Vorbereitung, und Weihnachten ist Fest“

Dass die Kirchen außerhalb der Weihnachtszeit oft schwach besucht sind, „ärgert mich nicht, aber es macht mich manchmal traurig“, so die Bischöfin. Sie könne aber nachvollziehen, dass sich ein „Fest, in dem es um ein Kind geht, viel leichter vermarkten“ lasse, weil es „sinnlich erfahrbar“ und so für viele Menschen leichter zugänglich sei. Zu ihren eigenen Weihnachtsritualen gehöre das Plätzchenbacken „immer erst direkt vor Weihnachen“. In ihrer Familie wurden Plätzchen nie vor, sondern erst an Weihnachten verzehrt, denn „Advent ist Vorbereitung, und Weihnachten ist Fest“.

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Sendetermine und Podcast:

Samstag, 21.12. um 14:05 Uhr
Sonntag, 22.12. um 10:05 und 18:35 Uhr
Montag, 23.12. um 9:35 Uhr

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Christian Arndt


Pressereferent hr-iNFO
Christian Arndt
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