Dunja Sadaqi ist seit 1. Oktober ARD-Korrespondentin für Nordwestafrika

Am 1. Oktober trat Dunja Sadaqi als Hörfunk-Korrespondentin und Studioleiterin im ARD-Studio Nordwestafrika in Rabat die Nachfolge von Jens Borchers an. Ihr Berichtsgebiet reicht von Marokko bis Mali, von Tunesien bis Togo. Jenseits des Tagesgeschäfts will sie ihre besondere Aufmerksamkeit auf die Rolle der Frauen sowie auf technische und wirtschaftliche Innovationen in den Ländern Nordwestafrikas richten.

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Nach ihrem Volontariat beim hr war Dunja Sadaqi in verschiedenen Redaktionen tätig, zuletzt in der Politikredaktion von hr-iNFO. Im Jahr 2018 wurde sie mit dem Kurt-Magnus-Preis der ARD für junge Radiotalente ausgezeichnet. „Marokko ist die Heimat meines Vaters, also ein Land, mit dem ich persönlich viel verbinde“, sagt Sadaqi, die das Studio Rabat erstmals im Jahr 2011 privat besucht hatte. „Da war ich neu im Hessischen Rundfunk und hatte noch nicht viel Übung im Radiomachen. Nach dem Besuch im Studio wusste ich sofort: Das will ich machen!“

Afrika jenseits von Klischees, Stereotypen und Konflikten

Als Vertetung hat Dunja Sadaqi in den vergangenen Jahren bereits viele Länder und Leute in ihrem künftigen Berichtsgebiet kennengelernt und potenzielle Themen identifiziert. In ihren Reportagen für die ARD will sie altbekannte Afrika-Klischees hinterfragen: „Thematisch dominieren in den Köpfen Armut, Konflikte und Terror. Das ist aber nur eine Seite der Realität und wird der Region nicht gerecht. Ein paar Beispiele: Ghana hat das größte medizinische Drohnennetz der Welt und das erste Forschungslabor für Künstliche Intelligenz auf dem Kontinent. Marokko hat das größte Solarkraftwerk.“

„An afrikanischen Frauen geht kein Weg vorbei“

Mit ihrer Kollegin Pola Sarah Nathusius brachte Dunja Sadaqi den feministischen Podcast „Das F-Wort“ an den Start. In den Ländern Nordwestafrikas „haben Frauen größtenteils nicht die gleichen Bürgerrechte wie Männer. Ein freies und selbstbestimmtes Leben ist für Mädchen und Frauen ein Privileg, das nur wenige teilen.“ Andererseits gebe es „viele mutige Frauen (und Männer) in der Region, die für Gleichberechtigung kämpfen. Die Frauen in Tunesien zum Beispiel haben maßgeblich dazu beigetragen, dass das Land nach der Revolution die  modernste Verfassung der arabischen Welt hat. Ich finde, egal bei welchem Thema – Politik, Kultur,  Entwicklung und Fortschritt: An afrikanischen Frauen geht kein Weg vorbei. Und es gibt viele Geschichten, die ich dazu erzählen möchte.“

Pressereferent hr-iNFO
Christian Arndt
Telefon: +49 (0)69 155-5864
E-Mail: christian.arndt@hr.de