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Die verkehrspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, Kirsten Lühmann, will die Zahlungen des Bundes an die Bahn AG begrenzen.

In hr-iNFO sagte sie: „Wir haben der Bahn AG 2017 schon einmal eine Kapitalaufstockung gegeben. Damals hat die Bahn gesagt, das ist genau die benötigte Summe, um den Laden wieder flottzumachen. Dann hat es doch nicht gereicht. Wenn wir jetzt wieder Geld geben, dann kann das nur die letzte Geldspritze sein.“

Der Bund zahle der Bahn schon jetzt pro Jahr über 5 Milliarden Euro für die Schienenwege, sagte Lühmann, die auch im DB-Aufsichtsrat sitzt. Was die Verspätungen betreffe, so gehe sie nicht von rascher Besserung aus. „Wir glauben, daß die Maßnahmen erst 2020 wirken werden.“

Lühmann lehnt die Forderung des Verkehrs-Staatssekretärs, Enak Ferlemann (CDU), ab, die Bahn AG solle zur Finanzierung des Schienennetzes ihre Preise erhöhen. „Die Koalition will die Zahl der Bahn-Fahrgäste verdoppeln. Das erreichen wir nicht, indem wir die Preise erhöhen.“

Am Mittwoch Nachmittag findet ein weiteres Spitzengespräch zwischen Bundesverkehrsminister Scheuer und Vertretern der Regierungskoalition sowie dem Bahn-Vorstand statt. Dabei steht die Finanzlage der Bahn auf der Tagesordnung. Bei einem früheren Spitzengespräch hatte Bahn-Vorstandschef Richard Lutz in Aussicht gestellt, die schlechten Pünktlichkeitswerte vor allem im Fernverkehr bis zum Sommer 2019 zu verbessern.

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