Martin Grubinger

In der hr-iNFO-Sendung „Das Interview“ spricht Schlagzeug-Virtuose Martin Grubinger über die einigende Kraft der Musik am Beispiel von Beethovens „Europa-Hymne“. Und er empfiehlt Jürgen Klopp und Adi Hütter ein musikalisches Trainingsprogramm, um Timing und Passsicherheit der Spieler zu verbessern.

Grubinger brennt für Musik, Fußball und Politik

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„Das Schlagzeug gibt mir die Möglichkeit, Dinge und Emotionen auszudrücken, die sonst für mich nicht möglich wären“, sagt Martin Grubinger und beantwortet die ersten drei Fragen auch gleich mit Schlagwerk und Marimbaphon statt mit gesprochenen Worten. Grubinger ist ein politischer Mensch und redet gern Klartext. Im Gespräch mit Mariela Milkowa bezeichnet sich der Schlagwerk-Virtuose als „europäischer Patriot“. Seine rhetorische Frage – „Wie bekommen wir als Bürger einen besseren Bezug zu Europa?“ – beantwortet er gleich selbst: „Die Hymne ist ganz entscheidend. Wir Europäer haben wahrscheinlich die schönste Hymne der Welt“. Beethovens „Ode an die Freude“ sieht er neben der Flagge als zentrales Symbol für die Idee der europäischen Einigung. „Ich bin zwar in Österreich geboren, aber ich fühle mich als Europäer und wünsche mir die Vereinigten Staaten von Europa.“

Sport für Musiker und Musik für Sportler

Der leidenschaftliche Fan des FC Bayern München glaubt, dass Musiker sich bei Fußballern und anderen Profisportlern „viel abgucken“ könnten: Mentales Training, physische Übungen und angemessene Ernährung seien für Musiker, die als Solisten und im Ensemble Höchstleistungen erbringen wollen, absolut zu empfehlen. Umgekehrt könnten Fußballer durch Musik ihr Timing beim Passspiel verbessern, indem sie etwa eine Passfolge im Walzertakt oder „einen klassischen Jürgen-Klopp-Konter“ im Rhythmus eines Trommelwirbels trainieren. Scherzhaft appelliert er an seinen Landsmann und Cheftrainer der Frankfurter Eintracht: „Lieber Adi Hütter, melde dich bei mir“, um die eine oder andere musikalische Trainingsidee einmal gemeinsam auszuprobieren.

Der 36-jährige Salzburger spricht auch über die aktuelle politische Lage in seinem Heimatland, wo Ende September der Nationalrat neu gewählt wird. Er sieht den ehemaligen Bundeskanzler Sebastian Kurz ausdrücklich mit in der Verantwortung für das „unvorstellbare“ Verhalten von Ex-Vizekanzler Heinz-Christian Strache in der „Ibiza-Affäre“. Kurz sei „mit den Rechtsnationalen und Rechtsradikalen […] aus reinem Machtkalkül eine Koalition eingegangen“. Generell hat Grubinger großen Respekt vor Politikern und Journalisten, die einen „harten Job“ machten. Er selbst habe für die Zeit nach der aktiven musikalischen Karriere allerdings andere Pläne, die er am Freitag, 30. August, um 19:35 Uhr in „hr-iNFO Das Interview“ verrät.

Alle Sendetermine, Podcast und weitere Informationen unter www.hr-inforadio.de

Weitere Informationen

Martin Grubinger live mit dem hr-Sinfonieorchester

Martin Grubinger, Schlagzeug; Amanda Pabyan, Sopran; Nora Gubisch, Mezzosopran; Corby Welch, Tenor; Mika Kares, Bass; Dresdner Kammerchor; Robert Trevino, Dirigent
Datum: Samstag, 31. August, 20 Uhr
Ort: Domplatz, 36037 Fulda

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Pressereferenten hr-iNFO
Christian Arndt
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