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In der Frankfurter Taxi-Branche ist die Zahl der Taxis, die schwarz betrieben werden, in den vergangenen 15 Jahren deutlich gestiegen. Nach hr Informationen geht das aus einem neuen Gutachten vor, das die Stadt Frankfurt in Auftrag gegeben hat.

Demnach erwirtschaften inzwischen knapp sechzig Prozent der Taxis in Frankfurt einen Teil ihrer Einnahmen am Finanzamt und den Sozialkassen vorbei. Vor 15 Jahren waren es noch 40 Prozent. Hintergrund des Gutachtens ist ein laufender Rechtsstreit, in dem das Frankfurter Verwaltungsgericht die Stadt aufgefordert hat, neue Zahlen über die Wirtschaftlichkeit der Taxi-Branche zu erheben. Ordnungsdezernent Markus Frank (CDU) kündigte mit Blick auf die grassierende Schwarzarbeit im Interview mit dem hr an, die Kontrolle des Taxigewerbes neu aufzustellen. Dabei könne man von anderen Großstädten wie etwa Wiesbaden lernen. Dort bekommen Unternehmer ihre Taxikonzessionen nur verlängert, wenn sie nachweisen, dass sie ihre Einnahmen versteuern und Sozialabgaben bezahlen.

Außerdem hat das hessische Wirtschaftsministerium den Kommunen bereits 2017 die Einführung des sogenannten Fiskaltaxameters empfohlen. Mit diesem wird jede Fahrt automatisch an das Finanzamt gemeldet. Frankfurt und die meisten anderen hessischen Kommunen sind dieser Empfehlung bislang nicht gefolgt.

 
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