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Der hessische Kultusminister Alexander Lorz (CDU) kritisiert AfD-Portale im Internet, mit denen Schüler wegen bestimmter Äußerungen Lehrer melden können. In hr-iNFO sagte Lorz: „Wir müssen mit aller Klarheit dagegen Position beziehen, dass so etwas in der Gesellschaft um sich greift. Solche Denunziations-Portale sind einfach ein Unding. Pranger im Internet zu errichten, das ist unter allem Niveau.“

Bei berechtigen Beschwerden über Lehrer gebe es dafür andere Wege, so Lorz in hr-iNFO. Im Übrigen gelte der sogenannte „Beutelsbacher Konsens“, an den alle Lehrkräfte gebunden seien. Dieser beinhaltet unter anderem, dass Lehrer zur Neutralität verpflichtet sind. Sie müssen im Unterricht unterschiedliche politische Standpunkte zur Geltung bringen. Zu einem Verbot der AfD-Plattform sagte Lorz in hr-iNFO, dass das Portal von der Meinungsfreiheit gedeckt sei: „Nicht alles, was einer Demokratie unwürdig ist, ist deswegen gleich strafbar oder verboten.“

Betroffenen Lehrerinnen und Lehrern rät Lorz, sich direkt an die Schulbehörden zu wenden. Diese übernähmen die rechtliche Prüfung und den rechtlichen Beistand.

Die AfD begründet das Meldeportal damit, dass Lehrer im Unterricht vielfach einseitig gegen die AfD Stellung bezögen. Zurzeit existieren solche Plattformen in Hamburg und Baden-Württemberg; weitere seien geplant.

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