Erste Tagesschau-Wetterkarte von 1960

Seit sechs Jahrzehnten wird in Frankfurt beim Hessischen Rundfunk (hr) die Wettervorhersage für die Hauptausgabe der „Tagesschau“ im Ersten produziert.

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zum Download Pressebilder (14 Stück): 60 Jahre ARD-Wetterkarte in der Tagesschau

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Zum ersten Mal flimmerte „Das Wetter von morgen“ am 1. März 1960 in die bundesdeutschen Wohnzimmer – damals noch in Schwarzweiß.

Tagesschau-Wetterkarte in den 1980er Jahren

Bis in die 1980er Jahre wurde die Wettervorhersage als Zeichentrickfilm produziert. Mit Schablonen für Sonne, Regen und Schneefall wurde Einzelbild für Einzelbild abgelichtet. Rund drei Stunden dauerte dieses Verfahren. Grundlage für den Film aus der hr-Trickfilmabteilung bildete der Bericht des Deutschen Wetterdienstes in Offenbach. Ein Sprecher verlas die teilweise noch in bürokratischem Meteorologen-Deutsch verfasste Vorhersage. Die bekanntesten Stimmen der Wetterkarte waren die von Hans-Joachim Scherbening und Hans-Helmut Sievert. Gegen 19 Uhr wurde der komplette Beitrag via Leitung zur „Tagesschau“ nach Hamburg überspielt.

Seit den 1990er Jahren erleichtern Grafikcomputer, die immer leistungsstärker wurden, die Produktion. Für den 60 Sekunden langen Wetterbericht erhalten die Meteorologen der hr-Wetterredaktion die Rohdaten vom Deutschen Wetterdienst. Daraus entwickeln sie die Prognosen, die speziell auf die einzelnen deutschen Regionen zugeschnitten sind. Die Grafiker setzen nicht nur Städtenamen, Temperaturwerte und die Verläufe von Hoch- und Tiefdruckgebieten ein, sondern platzieren auch die Regenschauer an der exakt richtigen Stelle.  Mit der Verfeinerung der grafischen Umsetzung veränderte sich im Laufe der Jahre auch die inhaltliche Präsentationsform. Während in den Anfangsjahren die Texte unverändert vom Deutschen Wetterdienst übernommen wurden, passen sich heute die Formulierungen der Alltagssprache an. Zunächst bereitete die 1993 gegründete hr-Wetterredaktion die aus Offenbach gelieferten Daten lediglich journalistisch auf und setzte sie ansprechend um. Heute arbeiten eigene Meteorologen in der hr-Redaktion und liefern die Prognosen. Bis kurz vor der „Tagesschau“ kann so noch Einfluss auf den Wetter-Text genommen werden, bei extremen Wettersituationen kann die Vorhersage auch live gesprochen werden.

Seit dem 1. Januar 2020 kommen alle Vorhersagen für das Erste und tagesschau24 aus dem beim Hessischen Rundfunk angesiedelten ARD-Wetterkompetenzzentrum in Frankfurt. Außerdem erstellt die zentrale ARD-Wetterredaktion Berichte für den WDR, NDR, SWR, SR und RBB sowie natürlich alle Vorhersagen für den hr. Zum 60. Jubiläum der Wetterkarte ist zudem das Buch erschienen „… und jetzt das Wetter – Die beliebteste Minute der Tagesschau“. Autorin Silke Hansen beschreibt darin mit zahlreichen Bildern die Geschichte der „Tagesschau“-Wetterkarte sowie alles, was man über das Wetter wissen sollte.

Christian Bender

Pressereferent hr-fernsehen und Das Erste
Christian Bender
Telefon: +49 (0)69 155-2290
E-Mail: christian.bender@hr.de