Junges Paar sitzt vor einem Fernsehgerät, die Frau hält eine Fernbedienung in der Hand.
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Am 28. November 2018 müssen Zuschauer in Hessen, die DVB-T2 HD nutzen, ab 10 Uhr einen automatischen Sendersuchlauf an ihrem DVB-T2 HD-Endgerät starten. An diesem Tag finden finale Kanalwechsel in Hessen statt.

Bislang wurde digital-terrestrisches Fernsehen europaweit auch auf 700-Megahertz-Frequenzen gesendet, die jedoch künftig für mobile Breitbandversorgung  genutzt werden sollen. Um die sogenannte Digitale Dividende II umzusetzen (Räumung der 700 MHz Frequenzen), müssen auch in Hessen finale Kanalwechsel durchgeführt werden. Diese sind notwendig, damit die DVB-T2 HD-Zielkanäle eingenommen werden können.

Damit die DVB-T2 HD Zuschauer in Hessen auch nach dem 28. November weiterhin ihre bisher gewohnten Fernsehprogramme empfangen können, müssen sie an diesem Tag ab 10 Uhr – bitte nicht vorher! – einen automatischen Suchlauf an ihrem DVB-T2 HD-Endgerät (Receiver beziehungsweise TV-Gerät mit integriertem DVB-T2 HD-Receiver) durchführen. Im Normalfall sollten die gewohnten Programme dann nach dem Suchlauf wieder verfügbar sein. Ist dies nicht der Fall und es fehlen einige der gewohnten Programme, empfehlen wir, das Gerät auf die "Werks- oder Grundeinstellungen" (ursprünglicher Auslieferungszustand ab Werk) zurückzusetzen und anschließend den automatischen Suchlauf erneut zu starten. Tipps dazu finden Sie am Ende des Artikels.

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Welche Änderungen stehen an?

Kanalwechsel ARD-Multiplex im Rhein-Main-Gebiet:

  • K39 nach K42, Sender Großer Feldberg/Ts., Frankfurt FMT, Darmstadt und Hohe Wurzel bei Wiesbaden
  • betroffene Programme: Das Erste HD, Phoenix HD, arte HD, tagesschau24 HD, ONE HD

Kanalwechsel ZDF-Multiplex in Osthessen

  • K25 nach K26, Sender Rhön, Sender Pfaffenberg
  • betroffene Programme: ZDF HD, KiKA HD, 3sat HD, zdf info HD, ZDFneo HD

Hessenweiter Parameterwechsel im ARD-Multiplex
(außer in Osthessen/Sender Kreuzberg und Sender Pfaffenberg)

Kanalwechsel privater Programmveranstalter Rhein-Main und Kassel

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Erweitertes ARD-Programmangebot über DVB-T2 HD als Internet Link Service über HbbTV

Seit November 2017 gibt es einen neuen Service: Es können weitere öffentlich-rechtliche Programme und Dienste, die wegen begrenzter Frequenzkapazitäten nicht auf dem Funkweg übertragen werden können, im HbbTV-Standard über sogenannte Internet Link Services (ILS) als Stream empfangen werden.

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Weitergehende Infos zu ILS

Direkt zur Internetseite der ARD

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Seitdem werden im Sendegebiet des hr auf diese Weise zusätzlich ARD-alpha HD (hessenweit), WDR Fernsehen HD (in Rhein-Main/Südhessen und in Osthessen), BR Fernsehen HD sowie rbb Fernsehen HD (in Nordhessen und am Sender Rimberg) angeboten.

Zusätzlich wird ab 28. November das SR-Fernsehen HD als ILS-Stream hessenweit zu empfangen sein.

Diese Programme sind wie die herkömmlichen Programme über die Senderliste auswählbar und mit dem Zusatz "(Internet)" gekennzeichnet. Voraussetzung dafür ist ein Fernsehgerät oder eine Set-Top-Box, das/die neben DVB-T2 HD zusätzlich den HbbTV-Standard 1.5 und das Videocodierverfahren MPEG-DASH unterstützt und mit dem Internet verbunden ist.

DVB-T2 HD Umstellung in Nachbarbundesländern

Ferner wird der SWR-Sender Donnersberg (Rheinland-Pfalz) am 28. November 2018 von DVB‑T auf DVB-T2 HD umgestellt. Zuschauer in Südhessen/Rhein-Main, die heute noch von diesem Senderstandort DVB-T empfangen, müssen damit auch auf DVB-T2 HD umstellen. Des Weiteren findet zum 5. Dezember 2018 auch an den WDR-Sendern Siegen und Hochsauerland (NRW) ein Wechsel von DVB-T nach DVB-T2 HD statt.

Die Umstellungen im November bilden den Abschluss der DVB-T2 HD Umstellungsmaßnahmen in Hessen. Davon sind alle Fernsehteilnehmer in Hessen betroffen, die den terrestrischen Fernsehempfang nutzen. Ein automatischer Suchlauf (gegebenenfalls nach vorheriger Werksrückstellung) ist deshalb für alle DVB-T2 HD Nutzer in Hessen zwingend erforderlich.

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Gerät auf Werkseinstellung zurücksetzen
Wie Sie Ihr DVB-T2 HD-Endgerät auf Werkseinstellungen zurücksetzen und einen Programmsuchlauf durchführen, können  Sie in der Bedienungsanleitung Ihres Empfangsgerätes nachlesen.

Tipp:
Zudem sollte geprüft werden, ob die Software des Empfangsgerätes (Receiver und TV-Gerät) auch aktuell ist und gegebenenfalls ein Software-Update auf den neuesten Stand durchgeführt werden.

In der Regel stellen die Gerätehersteller über ihre Internetseiten solche Software-Updates zur Verfügung. Meist kann die Software dann an einem PC mithilfe eines USB-Sticks heruntergeladen werden. Dazu die Software zunächst auf den Stick speichern, anschließend den Stick an die USB-Schnittstelle des Receivers (beziehungsweise des TV-Geräte bei integriertem Receiver) andocken und aufspielen. Auf den jeweiligen Internetseiten der Hersteller ist die Vorgehensweise meist exakt beschrieben.  Alternativ könnten Sie sich auch an den Verkäufer oder an den Hersteller Ihres Receivers/TV-Gerätes wenden, um ein solches Software-Update für Ihr Gerät zu erhalten.

Hinweis: Geräte, die über einen Netzwerkanschluss mit dem Internet verbunden sind, aktualisieren sich in der Regel selbst.

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