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In einer Zeit, in der die Kinder und Jugendlichen in Hessen in ihrer Freiheit eingeschränkt und besonders viel zu Hause sind, hat sich das Netzwerk Rundfunk und Schule, eine gemeinsame Einrichtung des Hessischen Rundfunks und des Hessischen Kultusministeriums, etwas überlegt: Es ist Zeit für Fragen – Fragen rund um das Thema Freiheit.

In der Corona-Krise ist vieles nicht mehr möglich, was sonst selbstverständlich war: Freunde treffen, zum Sport oder zur Musikschule gehen. "Für die meisten Kinder und Jugendlichen ist das eine neue Situation – in ihrer Freiheit eingeschränkt zu sein. Andere Generationen in ihrer Familie hingegen kennen das vielleicht schon. Und genau hier setzt unser Projekt an", erklärt Annika Busch vom Netzwerk Rundfunk und Schule. "Die Schülerinnen und Schüler sollen dazu animiert werden, genau zu diesen Erfahrungen Fragen zu stellen, die man sonst nicht stellt." Egal ob durch Kriegserfahrungen, eine politische Situation oder Erfahrungen durch Mangel – junge Menschen sollen durch das Projekt #zeitfürfragen die Chance bekommen, aus den Erfahrungen der Menschen in ihrem unmittelbaren Umfeld zu lernen. In einem selbstgeführten Interview – live oder per Videochat – sollen die Schüler*innen ihre*r Gesprächspartner*in Fragen rund um einen selbstgewählten Schwerpunkt zum Thema Freiheit stellen.

Instagram sinnvoll nutzen lernen

Präsentiert werden sollen diese Interviews via Instagram-Stories – aus gutem Grund, erklärt Anna Roytman (Netzwerk Rundfunk und Schule): "Wir wollen die Schülerinnen und Schüler dort abholen, wo sie sowieso gerade unterwegs sind und ihnen zeigen, wie dieses Medium auch sinnvoll genutzt werden kann." Für all diejenigen, die Unterstützung bei Boomerangs, GIFs und Co. brauchen, stellt das Team auf der Homepage des Projekts ein "How to Instagram"-Video zur Verfügung. "Dabei bekommen wir tolle Unterstützung von Christiane Schulmayer und Marvin Mendel vom Social Media-Team der hessenschau. Auch für die Entwicklung eines Storyboards und zum Thema Datensicherung haben sie für uns how-to-Videos erstellt", sagt Anna Roytmann.

hessenschau veröffentlicht beste Beiträge

Da die aktuelle Situation eine Auftaktveranstaltung, wie sie sonst für die hr-Bildungsprojekte üblich, unmöglich macht, hat sich das Team etwas ganz Besonderes überlegt: In einer Online-Sprechstunde können die Teilnehmenden hr-Redakteur*innen ihr selbst erstelltes Storyboard einmal vorführen, sich Tipps einholen oder einfach ein paar Fragen stellen. Und was ist der Anreiz? "Besonders kreative oder spannende Stories werden über die hr-Instagramkanäle @hrfernsehen oder @hessenschau veröffentlicht", sagt Annika Busch. Mit ein wenig Glück winkt so die Chance, dass über 120.000 Abonnenten das eigene Interview zum Thema #zeitfürfragen zu sehen bekommen.