Video

zum Video Adventskalender 2019: Türchen 25 – Hinter den Kulissen

hr.de-Adventskalender 2019: Türchen 25

Nach 24 Türchen enden Adventskalender normalerweise, um an Heiligabend die Feiertage einzuläuten. Normalerweise – denn dieser Adventskalender hat noch ein 25. Überraschungstürchen, das einen Blick hinter die Kulissen der Aktion gewährt.

An Heiligabend konnten Hess*innen auf der hr-Website und Facebook sowie Kolleg*innen auf hr-inline das 24. Türchen des diesjährigen Archivschatz-Adventskalenders öffnen.

Von der Anzahl der Nadeln eines Weihnachtsbaums über eine Bescherung für benachteiligte Kinder bis hin zu einer Weihnachtsgans als Studiogast bot der Adventskalender eine breite Auswahl an lustigen, überraschenden und herzerwärmenden Videoclips aus dem hr-Archiv.

Über die Zeitspanne von 1959 bis 2001 beleuchteten die Türchen neben der gesellschaftlichen Geschichte der Weihnachtszeit auch die technische Entwicklung des Fernsehens. Wir haben mit den Ronny-Melanie Bartels, Jürgen Scheftlein und Max Müller über die Arbeit an dem Projekt gesprochen.

hr.de-Adventskalender 2019: Team

Vom analogen Film bis zur Veröffentlichung auf Websites und Social Media ist es ein langer Weg. Die Archivschätze werden mittels Retrodigitalisierung für die Nachwelt gesichert und aufbereitet. Wie läuft dieser Arbeitsprozess ab und welche Herausforderungen stellen sich dabei?

Ronny-Melanie Bartels: Der Arbeitsprozess setzt sich aus vielen einzelnen Schritten zusammen: Von der Auswahl der Inhalte in der Datenbank über die Bereitstellung und technische Bearbeitung des Films bis hin zum Ingest (red: Einspielen von Bild- und Tonmaterial in ein server-basiertes System). Eine der Herausforderungen ist dabei die Frage, in welchem Zustand sich der Jahrzehnte alte Film befindet.

Hinter vielen Türchen warteten Kuriositäten. Welcher Clip war besonders schräg?

Ronny-Melanie Bartels: Da hat jeder so seinen eigenen Favoriten - Gans Elvira als Studiogast und die hessisch babbelnden Kinder in der Spielzeugabteilung gehören bestimmt dazu.

Max Müller: Mich haben auch die Kinder vom zehnten Türchen begeistert. Ich fand es erfrischend, wie ehrlich und trocken sie mit dem Klischee der unersättlichen Kinder, für die es zu Weihnachten viele und besonders teure Geschenke geben muss, aufgeräumt haben.

Bei der Arbeit an unserem dritten Adventstürchen ist mir auch beim Anblick der Brenten und Bethmännchen das Wasser im Munde zusammen gelaufen. Von Letzteren habe ich mir dann auch ein paar schmecken lassen.

Die Türchen bilden eine Zeitspanne von über 40 Jahren ab. Wie habt ihr den Umgang mit dem Thema Weihnachten im Fernsehen über die Zeit empfunden?

Jürgen Scheftlein: Früher hat man sich in der Berichterstattung mehr Zeit genommen, um Sachverhalte zu erklären. Es gab weniger Schnitte und längere O-Töne. Das alles ist für unser heutiges Empfinden ungewohnt. Inhaltlich fällt auf, dass sich die damaligen Themen von den heutigen nicht groß unterschieden – Konsumrausch, besondere Aktionen und weihnachtliches Brauchtum eignen sich immer.

Max Müller: Ich finde, die Kontinuität in den Themen zeigt schön die Entwicklung in der Produktion der Beiträge. Die Archivschätze aus den 60er-Jahren erscheinen aus der Gegenwart betrachtet insgesamt ruhiger und sachlicher. Die Zunahme an Schnitten und Gesprächen in den Beiträgen ab den 80ern lässt sie schneller und lebhafter wirken. Vielleicht zeigt sich dadurch auch eine Entwicklung der gesamten Medienlandschaft: Bei dem breiten Angebot an Sendungen müssen einzelne Produktionen mehr auffallen, um ihr Publikum zu finden.

Weitere Informationen

Wir möchten uns bei allen bedanken, die an diesem Projekt gearbeitet haben. Die Zusammenarbeit hat uns viel Spaß gemacht. Natürlich gilt unser Dank auch all denen, die unseren Archivschatz-Adventskalender auf unseren Websites und auf Social Media verfolgt haben und denen wir hoffentlich die Vorweihnachtszeit damit etwas versüßen konnten. Wir wünschen Ihnen frohe Feiertage und einen guten Start ins neue Jahr.

Ende der weiteren Informationen