Eine Frau zündet ein Grablich an. Vor einer Mauer sind die Portraitfotos der Opfer des Anschlags vom 19. Februar aufgestellt.

Zwei schreckliche Ereignisse haben im Februar Hessen erschüttert. Knapp 100 Tage sind diese Taten nun her, der Hessische Rundfunk nimmt das zum Anlass, in seinen Programmen umfangreich über die Folgen der Taten, den Stand der Ermittlungen und die Opfer zu berichten – etwa mit Extra-Sendungen am 29. Mai und am 1. Juni.

Die Opfer stehen im Mittelpunkt

Am Freitag, 29. Mai, ist der Anschlag von Hanau genau 100 Tage her. Damals erschoss ein Mann zunächst neun Menschen mit Migrationshintergrund und danach seine Mutter und sich selbst. Mit einem crossmedialen Thementag erinnert der Hessische Rundfunk in allen Programmen an die Opfer der Tat in der Nacht vom 19. auf den 20. Februar und berichtet über den aktuellen Stand. So wird die "Hessenschau" um 19:30 Uhr in einer monothematischen Sendung unter anderem eine Opferfamilie porträtieren, die Hilfen für die Angehörigen der Getöteten thematisieren und auf die politischen und gesellschaftlichen Auswirkungen der Tat sowie den aktuellen Stand der Ermittlungen schauen. Zwei weitere Opferfamilien werden in der Sendung "Maintower" um 18 Uhr porträtiert.

Die hr-Radioprogramme berichten ebenfalls umfassend, zum Beispiel über die Arbeit der Opferbeauftragten. Außerdem diskutieren die Hanau-Korrespondenten Heiko Schneider und Stefan Pommerenke mit hr-Justizreporterin Heike Borufka in einem Podcast für die ARD-Audiothek über ihre persönlichen Eindrücke aus der Tatnacht und wie sie die Veränderungen in der Stadt Hanau in den vergangenen 100 Tagen erlebt haben.

Die Geschichte des Opfers Vili Paun, der in seinem Auto auf dem Parkplatz in Kesselstadt erschossen wurde, nachdem er den Täter Tobias R. von der Innenstadt aus verfolgt hatte, wird auf hessenschau.de erzählt. Außerdem werden die neuesten Erkenntnisse zum Anschlag in einer Chronologie der Tatnacht zusammengefasst.

100 Tage nach der Amokfahrt von Volkmarsen

Nur wenige Tage nach dem Anschlag von Hanau fuhr in Volkmarsen ein Mann in den Rosenmontagszug. 154 Menschen werden verletzt, viele von ihnen traumatisiert, darunter viele Kinder. Bis heute hat sich der Amokfahrer nicht zu seiner Tat geäußert.

Der hr berichtet am Dienstag, 2. Juni, ausführlich im Fernsehen, Hörfunk und im Netz. Um 21 Uhr blickt das hr-fernsehen in einem "Hessen extra" zurück auf die Tat und geht unter anderem der Frage nach, wie Opfer und Angehörige mit dem Erlebten umgehen. Wie hat sich das Leben und das Miteinander in Volkmarsen verändert? Welche Schritte und welche Hindernisse gibt es auf dem Weg zurück in eine Art Normalität – 100 Tage danach?