Kabarettist Florian Schroeder vor leeren Stuhlreihen auf der Bühne im hr-Sendesaal , Aufzeichnung "Florian Schroeder-Satireshow"

Kabarettist Florian Schroeder steht publikumsseelenallein auf der Bühne des hr-Sendesaals. Gut, dass er noch illustre Gäste begrüßen kann: Politiker Wolfgang Kubicki, Comedian Alfons und Side-Kick Nils Holst. Bei der Aufzeichnung der "Florian Schroeder Satireshow" ist coronabedingt vieles anders. Doch Entwarnung: Die gute Laune bleibt.

Florian Schroeder kommt auf die Bühne und begrüßt das Publikum. Das Publikum? In diesen Zeiten? Tatsächlich sitzen nur rund acht Zuschauer*innen mit Mund-Nasen-Schutzmasken in den ansonsten menschenleeren Stuhlreihen des hr-Sendesaals und das auch mit gebührendem Abstand. Die Aufzeichnung für die "Florian Schroeder Satireshow" findet diesmal unter anderen Umständen statt als sonst. Aber: "Die guten alten Late-Night-Shows zeigen es ja: Es geht eigentlich auch ohne Publikum“, meint Kabarettist Florian Schroeder lachend.

"Falsches" Publikum für richtigen Applaus

"Normalerweise füllen wir den Saal natürlich immer gern mit Gästen", sagt Christian Maatje (hr1), der die Show redaktionell zusammen mit Stefan Leidner (hr-fernsehen) betreut, "die ersten Karten für diese Aufzeichnung waren ja bereits verkauft." Doch diese mussten, wie so viele Konzert- und Theatertickets derzeit, wieder rückabgewickelt werden. "Tatsächlich hat sich Florian aber ein paar Zuschauer*innen gewünscht für einen kleinen Begrüßungsapplaus", sagt Leidner, "deshalb sitzen da auch überwiegend nur Leute, die für die Sendung arbeiten, kein normales Publikum." Der Kabarettist müsse sich zwar nicht stärker motivieren, als wenn er ein 'richtiges' Publikum vor sich sitzen hätte, gibt aber zu: "So eine Show ist normalerweise so ein bisschen wie Surfen: Man entwickelt einen Rhythmus gemeinsam mit dem Publikum. Man spürt direkt, ob und wie ein Gag ankommt. Das fällt jetzt natürlich weg."

Die Gäste: Wolfgang Kubicki und Alfons

Kabarettist und Gäste bei der "Florian Schoeder-Satireshow": Comedian Alfons, Kabarettist Till Reiners, Florian Schroeder und Politiker Wolfgang Kubicki (von links).

Noch während des Lockdowns setzte man sich – natürlich virtuell – mit der Agentur Herbert Management zusammen, die Schroeder vertritt. "Wir fragten uns damals, was wird sein Ende April? Machen wir vielleicht eine Homeoffice-Sendung?", so Maatje. Doch dann einigte man sich darauf, viel kurzfristiger zu arbeiten und alles der Aktualität unterzuordnen. Erst am 20. April standen die Gäste fest: Politiker Wolfgang Kubicki und Comedian Emmanuel Peterfalvi alias "Alfons". Side-Kick ist Nils Holst. "Normalerweise produzieren wir an einem Tag gleich zwei Sendungen", erklärt Leidner, "doch man kann in diesen Zeiten, in denen sich die Nachrichten überschlagen und viele andere wichtige Nicht-Corona-Themen beim Publikum derzeit einfach nicht zünden, keine Satireshow aufzeichnen und erst eine Woche später senden. Das würde auch kein*e Politiker*in mitmachen."

"Alles brandaktuell"

Deshalb kam die Entscheidung, zwei Mal aufzuzeichnen und jeweils ein beziehungsweise zwei Tage später schon auszustrahlen. "Es muss einfach alles brandaktuell sein", so Maatje. Er und Leidner freuen sich trotz aller Umstände sehr auf die Sendung, die zum ersten Mal vom hr für die ARD produziert wird: "Jetzt wird’s also tatsächlich eher eine Late-Night-Show." Und spielen damit nicht nur auf die Aktualität an, sondern auch auf den ersten Sendetermin: Donnerstag, 30. April, 23.45 Uhr.

Weitere Informationen

Ausstrahlung der "Florian Schroeder Satireshow":

  • Donnerstag, 30. April, 23.45 Uhr, ARD
  • Donnerstag, 7. Mai, 23.30 Uhr, ARD
  • Wer die Ausstrahlung verpasst, schaut in der ARD-Mediathek.
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