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zum Video Fastnacht mit Andy Ost

Entertainer und Moderator Andy Ost zur Fastnacht

Der hr feiert auch in diesem Jahr die Fastnacht mit allen bekannten Shows. Er gibt den Vereinen und ihren Künstler*innen während der Pandemie eine Bühne. Mit hr.de hat Andy Ost, neuer Moderator von "Hessen lacht zur Fassenacht", über sein Debüt, die Produktion der Show und die Bedeutung der Fastnacht gesprochen.

Was reizt Sie an der Moderation der Sendung "Hessen lacht zur Fassenacht"?
Andy Ost: Mein erster Fastnachtsauftritt war 1986. 35 Jahre später habe ich fast tausend Sitzungen erlebt. "Hessen lacht zur Fassenacht" ist die Sendung im hr, bedeutend für die Fastnachtstradition in der ganzen Region. Es ist für mich etwas Besonderes und eine große Ehre, aber auch eine Herausforderung, diese Sendung mitzugestalten. Schließlich bin ich jetzt mit der Moderation ein noch prägenderes Gesicht der Fastnachtsfamilie. Das macht mich stolz, und ich möchte dem gern gerecht werden – im Interesse der Tradition und der ganzen Fastnachtskultur.

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Fastnachtssendungen:

Um 20:15 Uhr im hr-fernsehen und unter ardmediathek.de/hr:

  • "Die hessische Weiberfastnacht", 11. Februar
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Das "Fastnachts-Mikrofon" haben Sie von Dieter Voss übernommen, der die Sendung 13 Jahre präsentiert hat. Was hat er Ihnen mit auf den Weg gegeben?
Andy Ost: Dieter hat mich ermutigt, ich selbst zu sein. Das fand ich eine ganz tolle Geste. Er hat gesagt, dass ich mit meiner vielseitigen Erfahrung als Fastnachter, Musiker und Kabarettist die Möglichkeit habe, der Fernsehfastnacht eine neue Richtung zu geben. Ich habe den Mut und die Lust, das Wundervolle zu bewahren, aber auch Neues zu wagen. Dieter ist ein bewundernswerter Mensch. Wie er die Fastnachtsfamilie zusammengehalten hat, Ansprechpartner war für jeden und total professionell diese Sendungen moderiert und inszeniert hat, das hat mich immer begeistert. Seine Fußstapfen sind groß. Er ist menschlich ein großes Vorbild und ein herausragender Moderator.

Fastnacht Zuhause 2021

Welchen Beitrag kann die Fastnacht während der Pandemie für die Menschen leisten?
Andy Ost: In dieser Zeit ist die Fastnacht besonders identitätsstiftend. Wir rücken alle näher zusammen, obwohl wir Abstand halten müssen. Es gibt so viele Menschen, die wir vereinen wollen in dieser Zeit, die wir auch weiterhin für die Fastnacht begeistern möchten. Die TV-Fastnacht leistet dazu einen großen Beitrag. Es gibt so viele Fastnachterinnen und Fastnachter da draußen, die sicherlich sehr schwermütig sind, weil sie sich gerade denken: Jetzt würde ich mir eigentlich ein Kostüm anziehen. Ich würde mich für eine Sitzung, eine Feier oder eine Bühne bereit machen. In den närrischen Tagen wird die Enttäuschung noch größer werden, weil offensichtlich wird, was wir alle vermissen: rausgehen, Menschen treffen, feiern, fröhlich sein, Nähe spüren. Es gibt viele Ehrenamtliche, die nicht in der Öffentlichkeit stehen, und die wir gerade jetzt würdigen sollten. Wir wollen an das erinnern, was wir an diesem Brauchtum so lieben. Ich bin überzeugt, dass uns das gelingt.

Wie wichtig ist die Unterstützung der Fastnacht und ihrer Künstlerinnen und Künstler durch den hr?
Andy Ost: Es ist wichtig, dass die Kultur in dieser Zeit nicht vergessen wird. Das gilt für die Fastnacht, aber auch für Komik, Theater, Musik und vieles mehr in dieser vielfältigen Szene. Wir Künstlerinnen und Künstler, die jetzt im Fernsehen auftreten, sind gerade Botschafter und Repräsentanten. Wir haben das Privileg, noch auf der Bühne stehen zu können. Wer sichtbar ist, der hat auch Verantwortung und kann auf Probleme aufmerksam machen. Die Unterstützung für alle Aktiven in der Kultur ist wichtig, auch für Techniker, Handwerker, Logistiker, die ebenfalls von der Kultur leben. Insgesamt muss sie mehr Bedeutung bekommen – finanziell, aber auch gesellschaftlich, nicht nur in der Corona-Zeit. Kultur ist kein 'überflüssiges Gedöns', sondern das, was uns als Individuen ausmacht, was uns menschlich macht, was zum Zusammenhalt führt und Werte schafft.

Die Show wurde erstmals ohne Publikum aufgezeichnet. Wie ging das hr-Team damit in der Produktion um?
Andy Ost: Das Publikum wird uns fehlen, darüber sind alle traurig. Das sollte einmalig bleiben. Fastnacht lebt von den Menschen. Wir haben uns viele Gedanken gemacht, wie wir das attraktiv gestalten können. Es ist eine Sendung entstanden, die wir unter normalen Umständen so nie gemacht hätten. Das war sehr anspruchsvoll, weil es so etwas noch nie gab. Wir konnten mit sehr vielen neuen Genres und neuen Ideen experimentieren und haben uns auf Neues eingelassen. Wir haben eine ganze Menge Kreativität in das Programm investiert. Jetzt hoffen wir, dass die Zuschauer diesen Weg mitgehen.

Entertainer und Moderator Andy Ost zur Fastnacht

Auf was kann sich das Publikum in "Hessen lacht zur Fassenacht" freuen?
Andy Ost: Auf ganz viel Humor, Ironie, Blödsinn, Gefühl, Tanz, Gesang und einfach ganz, ganz viel Herz. Alle Beteiligten, egal ob auf der Bühne oder hinter der Bühne, haben alles gegeben, um neunzig Minuten beste Unterhaltung auf die Beine zu stellen. Ich hoffe, alle Fastnachterinnen und Fastnachter sind neugierig und freuen sich, hereinzuschauen. Vieles wird neu und anders sein. Aber Manches wird auch vertraut bleiben. Zuviel möchte ich noch nicht verraten. Aber es wird bunt, und es wird eine würdige Fastnacht.