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zum Video hr-Bigband im Homeoffice

Bildcollage unterschiedlicher Bigband-Musiker beim Spielen mit dem Titel "hr Bigband Home Office"

Was macht man, wenn man Mitglied eines Ensembles wie der hr-Bigband ist und derzeit nicht mit seinen Mitstreitern proben oder auftreten kann? Man wird zuhause kreativ!

Oliver Leicht, Saxofonist der hr-Bigband, hat in seinem Heimstudio einen Track komponiert, bei dem auch drei weitere Musiker der hr-Bigband mitgewirkt haben. "Das ist erst der Anfang", sagt Gitarrist Martin Scales. Weitere Stücke und Aktionen seien bereits in Planung.

"Wir haben das Ping-Pong-Verfahren angewendet", so Oliver Leicht, "zu dem Basis-Track von mir haben wir als einzelne Instrumentalisten teilweise bereits arrangiertes Material aufgenommen, aber auch frei dazu improvisiert. Aus den gesammelten Soundfiles haben wir dann die vorliegende Fassung gefertigt." Um es für die Zuschauer*innen noch anschaulicher zu machen, haben er und seine beiden Posaunen-Kollegen Robert Hedemann und Günter Bollmann sowie Gitarrist Martin Scales nicht nur eine Audiospur aufgenommen, sondern sich beim Spielen auch per Video aufgenommen. So entstand zusätzlich ein ganz persönlicher Einblick in die Orte, in denen die Musiker sonst nur privat üben.

Eine ganz neue Erfahrung

"Das Prinzip an sich ist natürlich nicht neu, so arbeiten tatsächlich viele Künstler*innen auf der ganzen Welt, sofern sie sich nicht physisch treffen können", erklärt Günter Bollmann, "aber für uns als Band, die wir uns ja unter normalen Umständen jeden Tag sehen und miteinander proben, ist das eine ganz neue Erfahrung."

Mit ihrer Aktion wollen die hr-Bigband-Musiker dringend auf die aktuelle Notsituation ihrer freischaffenden Musikerkolleg*innen aufmerksam machen. "Die hr-Bigband spendet an den Nothilfefonds der Deutschen Orchesterstiftung", so Oliver Leicht, "unser sehnlichster Wunsch ist es, dass alle, die diesen oder folgende Beiträge von uns hören, ein wenig Geld an freischaffende Künstler*innen spenden." Eine sehr gute Möglichkeit sei natürlich auch der Kauf von Tonträgern. "Wir haben auch schon mehrfach erfahren, dass Spenden direkt bei den Künstler*innen eingegangen sind – allein die Geste hilft diesen dabei schon enorm", ergänzt Robert Hedemann.

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